Cavendish hat die Nase vorne

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Greipel im Sprint geschlagen: Sieg für Cavendish

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Beinahe zwei Jahre hat Mark Cavendish auf seinen 26. Etappensieg bei der Tour de France, dem größten Radrennen der Welt, warten müssen.

Am Freitag endete die Durststrecke des Sprinters von der Isle of Man in Fougeres. Nach 190,5 km setzte sich der Weltmeister von 2011 im Zielsprint vor dem Deutschen Andre Greipel, der heuer bereits zwei Etappen gewonnen hat, und dem Slowaken Peter Sagan durch.

"Ich wollte diesen Sieg heute so sehr. Das ganze Team war ganz besonders motiviert", erklärte Cavendish. "Ich habe Andre bei den vergangenen Sprints beobachtet. Normal wartet er ziemlich lange. Diesmal ist er etwas zu früh raus gegangen und das habe ich zum Glück ausnützen können."

Dritter in ewiger Bestenliste

Mit diesem Triumph ist Cavendish nun alleiniger Dritter in der ewigen besten Liste der Tour de France. Nur die Legenden Eddy Merckx aus Belgien (34) und der Franzose Bernard Hinault (28) aus Frankreich haben mehr Etappensiege gefeiert.

Sein Rennstall Etixx-Quickstep gelang damit auf der siebenten Etappe der dritten Tagessieg bei der heurigen "Großen Schleife" und der zweite en suite. Ein Erfolgserlebnis, das dem belgischen Rennstall mit Sicherheit gut tut, waren die Siege der vergangenen Tage doch von einem schweren Sturz von Tony Martin überschattet.

Der mehrfache Zeitfahrweltmeister musste die Tour am Donnerstag verlassen und das Gelbe Trikot somit kampflos abgeben. Cavendish widmete ihm seinen Etappensieg.

Froome verteidigt Gelbes Trikot

Chris Froome, der die Gesamtführung durch Martins Malheur übernommen hatte, verzichtete vorerst auf das "Maillot Jaune" und wird dieses erst auf der achten Etappe am Samstag tragen.

Der Brite rollte zeitgleich mit Cavendish mit dem Hauptfeld über die Ziellinie und verteidigte die Führung somit souverän. Er liegt vorerst elf Sekunden vor Sagan, der allerdings keine Chance auf den Gesamtsieg hat.

Von den direkten Konkurrenten hat derzeit wohl Alberto Contador die besten Karten im Kampf gegen Froome. Der Spanier liegt 36 Sekunden hinter dem Sky-Kapitän. Vorjahressieger Vincenzo Nibali aus Italien hat in der ersten Tour-Woche dagegen bereits über eineinhalb Minuten Rückstand angesammelt.

Österreicher als Helfer

Die Österreicher waren in der Normandie mit Helfertätigkeiten beschäftigt. Der Kärntner Marco Haller setzte sich im Finish in Szene, als er den Sprint für seinen Teamkollegen Alexander Kristoff anzog. Der Norweger landete schließlich hinter dem Deutschen John Degenkolb auf Etappenrang fünf.

Haller schwenkte einige Hundert Meter vor dem Ziel aus und wurde an die 92. Stelle gespült. Der Vorarlberger Matthias Brändle und der Steirer Georg Preidler blieben unauffällig.

Am Samstag geht es über 181,5 km von Rennes nach Mur-de-Bretagne, wo mit einer Bergwertung der dritten Kategorie eine Bewährungsprobe für die Anwärter auf den Gesamtsieg wartet.

Der Schlussanstieg weist auf 2,2 km eine durchschnittliche Steigung von 6,8 Prozent auf. 2011 legte der Australier Cadel Evans dort mit einem Etappensieg den Grundstein zu seinem Tour-Triumph.

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