Froome: "Diese Tour ist ein offenes Rennen"

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Christopher Froome gilt auch für seine Konkurrenten als Top-Favorit der am Samstag beginnenden 101. Tour de France.

Der Brite hatte 2013 schon auf der 8. Etappe das Gelbe Trikot übernommen und in Paris mit 4:20 Minuten Vorsprung triumphiert.

Doch wenige Tage vor dem Auftakt in Leeds wies der 29-Jährige die Rolle des ersten Sieganwärters von sich. "Diese Tour ist ein sehr offenes Rennen."

"Es gibt mehrere große Champions"

Der Radprofi des Teams Sky trägt die Nummer 1, doch nach einem keineswegs problemlosen Saisonstart und dem jüngsten Sturz im Dauphine-Criterium stapelt er nach außen hin tief.

"Es gibt mehrere große Champions in dieser Tour, man braucht sich nur Alberto Contador und seine Leistungen anzusehen. Ich bin einer der Anwärter auf das Gelbe Trikot, aber ich würde nicht sagen, dass ich über den anderen stehe", betonte Froome, der sich schon am Mittwochabend in Harrogate der Presse stellte.

Probleme am Weg zur Tour

Rückenprobleme, eine Erkrankung im April, zuletzt bei der Tour-Generalprobe im Juni ein Sturz und jüngste Schlagzeilen um eine Ausnahmegenehmigung für ein Asthmamittel vor der Tour de Romandie - der Aufbau verlief für Froome keinesfalls ungestört.

"Es war heuer sehr anders. Mein ganzes Leben hat sich nach dem Toursieg geändert, da ist viel mehr Druck in der Vorbereitung", gab der in Kenia geborene Athlet zu.

Froome baut auf starkes Team

Dennoch hat er es geschafft, in Top-Kondition in der Heimat am Start zu stehen, wo auf den ersten drei Etappen Millionen Fans erwartet werden.

"Ich bin im Team Sky in einer sehr privilegierten Position, habe die Unterstützung eines so starken Teams. Alle sind wirklich fähige Burschen und wir haben das vielleicht stärkste Team, das wir je bei der Tour gestellt haben", erklärte Froome.

Zu seinen acht Helfern zählt auch Bernhard Eisel, der einzige Österreicher bei der 101. Auflage. Er soll den Chef in dem nervösen Feld sicher über die Flachetappen und die Kopfsteinpflaster-Abschnitte der 5. Etappe führen.

Erste Woche "überstehen"

Froome meinte denn auch, das für ihn optimale Szenario sei es, die erste Woche unbeschadet und ohne Zeitverlust zu überstehen.

Denn danach in den Bergen und im entscheidenden Zeitfahren am vorletzten Tag, da weiß er um seine Stärken.

"Ideal wäre, wenn ich nach der ersten Woche sagen könnte, wir haben die gefährlichsten Etappen hinter uns und haben keine Zeit verloren. Das wäre perfekt."

Taktik richtet sich nach Rennverlauf

Auf Attacken von Contador, Vincenzo Nibali und den anderen werde er gefasst sein, sagte Froome. Seine eigene Taktik werde sich aus dem Verlauf des Rennens ergeben.

"Mein größtes Ziel ist es, vor dem Zeitfahren am vorletzten Tag zumindest in Reichweite des Gelben Trikots zu sein, wenn ich es schon nicht selbst trage."

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