Rendezvous mit "dem alten Freund, dem Schmerz"

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Zum Abschluss seiner Karriere will der deutsche Radprofi Jens Voigt am Donnerstag den neun Jahre alten Stundenweltrekord auf der Bahn brechen.

"Es gibt keine Taktik, kein Versteckspiel - nur meinen alten Freund, den Schmerz", twitterte der seit Mittwoch 43-Jährige vor der Solofahrt gegen die Uhr im Velodrom von Grenchen in der Schweiz.

Neue Bestimmung macht es möglich

Voigt möchte die 2005 in Moskau von Ondrey Sosenka aufgestellte Bestmarke brechen.

Der Tscheche hatte damals in 60 Minuten 49,700 Kilometer abgespult. Obwohl Voigt kein Spezialist ist, stehen seine Chancen aufgrund von revidierten Materialrestriktionen nicht schlecht.

Der Weltverband hat nämlich die 2005 und danach geltenden Bestimmungen aufgehoben, wonach der Stundenweltrekord auf antiquiertem Material aus dem 70er-Jahren bestritten werden muss, heuer aufgehoben.

Tony Martin will auch

Voigt ist nun der erste Profi, der die Neuregelung ausnutzen will. Er kann auf eine moderne Trek-Rennmaschine zurückgreifen, weshalb ihm Experten den Weltrekord durchaus zutrauen.

Andere tun den Versuch dagegen als Werbegag ab. Schafft es der Berliner, könnte die Rekordmarke aber bald wieder ausgelöscht werden, denn sein Landsmann Tony Martin möchte sich ebenfalls bald am Weltrekord versuchen.

Und der mehrfache Weltmeister ist im Gegensatz zu Voigt ein ausgewiesener Zeitfahrspezialist.

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