Ullrich gesteht Suff-Fahrt

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Ullrich gesteht: Autounfall unter Alkoholeinfluss

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Also doch: Der schwere Verkehrsunfall, den Ex-Radprofi Jan Ullrich in seiner Wahlheimat Schweiz verschuldete, passierte in angetrunkenem Zustand.

"Es ist unverzeichlich, dass ich mich unter Alkoholeinfluss ans Steuer gesetzt habe", gesteht der 40-Jährige auf seiner "Facebook"-Seite.

"Das war ein Riesenfehler, den ich zutiefst bereue."

Zwei Verletzte

Ullrich, der 1997 die Tour de France gewann, verursachte am Montagabend in Mattwil (Kanton Thurgau) einen Unfall, bei dem zwei Personen verletzt wurden und ins Krankenhaus gebracht werden mussten.

Ullrich selbst hatte Glück und kam ohne Schrammen davon.

"Bei allen Unfallbeteiligten werde ich mich selbstverständlich entschuldigen", kündigte der Deutsche an.

Er sei "schockiert" über den Vorfall und "traurig über die Situation, in die ich meine Familie und alle Beteiligten gebracht habe".

Es ist ein weiteres dunkles Kapitel im Leben des gefallen Rad-Helden.

Vom Helden zum Buhmann

Nachdem er 1996 mit Rang zwei bei der Frankreich-Rundfahrt zum Superstar avancierte und ein Jahr später durch seinen Gesamtsieg in eine Liga mit Franz Beckenbauer, Boris Becker und Max Schmeling empor stieg, bekam sein Image 2002 erste Kratzer ab.

Ullrich wurde während seiner Rehabilitation - er musste die Tour aufgrund einer Knieverletzung absagen - mit Amphetaminen im Blut erwischt. Zudem beging er bei einem nächtlichen Unfall Fahrerflucht.

Fans und Medien verziehen dem Pedalritter, bis er 2006 in die Operacion Puerto, dem größten Dopingskandal der Rad-Geschichte, verwickelt war.

Jahrelang bestritt er Doping, bis die Beweislast zu groß wurde. Auf ein umfassendes Geständnis wartet die Öffentlichkeit allerdings bis heute.

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