"Unglaublich, dass es so eine tolle Zeit wurde"

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Der Steirer Christoph Strasser hat am Mittwoch neuerlich das "Race Across America" gewonnen und bei seinem dritten Triumph wie im Vorjahr die Rekordzeit unterboten.

Der 31-Jährige bewältigte das rund 4.900 Kilometer lange Nonstop-Radrennen mit mehr als 50.000 Höhenmetern in 7 Tagen 15 Stunden und 56 Minuten. 2013 hatte er auf einer 80 km kürzeren Strecke 7 Tage 22 Stunden und 11 Minuten benötigt.

8-Tages-Marke geknackt

Strasser fuhr in den frühen Morgenstunden im Ziel in Annapolis an der US-Ostküste ein. Vor einer Woche war er gemeinsam mit etwa 50 Einzel-Konkurrenten in Kalifornien gestartet.

Seither hatte er die Kontinent-Durchquerung mit fast 27 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit absolviert und damit den nächsten Fahrer, den Briten Mark Pattinson, um 750 Kilometer hinter sich gelassen.

"Ich bin absolut sprachlos, nicht nur wegen der anstrengenden letzten Woche. Es ist unglaublich für mich, dass es so eine tolle Zeit wurde - zum zweiten Mal habe ich die magische 8-Tages-Marke geknackt", sagte Strasser.

"Ich bin sehr stolz, dass ich diesen dritten Sieg wieder mit einer Rekordfahrt holen konnte", so Strasser, der auch seinem elfköpfigen Betreuerteam dankte.

Körperliche Strapazen

Der Oberösterreicher Gerhard Gulewicz hatte am Montag nach 2.700 Kilometern an zweiter Stelle liegend wegen Nackenproblemen und Magen-Darm-Beschwerden aufgeben müssen. Auch Strasser kam bei seiner fünften Teilnahme natürlich gezeichnet in Annapolis an.

Knie- und Sitzprobleme, Heiserkeit und nicht zuletzt die Müdigkeit - bis Dienstag hatte er weniger als sechs Stunden geschlafen - hatten ihm am meisten zugesetzt. Jetzt freue er sich in erster Linie auf ein saftiges Steak und die erste feste Nahrung seit einer Woche, so Strasser.

Dritter Sieg

Mit drei Siegen (2014, 2013, 2011) zog er mit Wolfgang Fasching gleich. Sein steirischer Landsmann war 1997, 2000 und 2002 erfolgreich gewesen. "Christoph ist in eine neue Dimension gefahren und ich ziehe den Hut vor seiner Leistung", zollte Fasching seinem Nachfolger Respekt.

Die äußerlichen Bedingungen waren laut Strassers Renn-Arzt und Teamchef Rainer Hochgatterer diesmal insgesamt annehmbar.

"Wir hatten zu Beginn Rückenwind, wenig Regen, insgesamt war es nicht zu heiß und wir hatten keine unnötig langen Baustellenstopps. Dagegen hatten wir vor allem in Kansas bei Rennhälfte extrem starken Seitenwind und schwierige Bedingungen."

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