Strasser gewinnt in Rekordzeit "Race Around Austria"

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Extrem-Radfahrer Christoph Strasser gewinnt das "Race Around Austria" in einer neuen Rekordzeit von 3 Tagen, 14 Stunden und 44 Minuten. Der Steirer wiederolt damit seinen Vorjahres-Erfolg.

Der 32-jährige aus Kraubath an der Mur nahe Spielberg erreicht das Ziel in St. Georgen im Attergau nach 2.200 Kilometern und 30.000 Höhenmetern um 26 Minuten nach Mitternacht. 5.000 Zuschauer bereiten ihm einen begeisternden Empfang.

"Wertschätzung ist sensationell!"

"Was sich hier abspielt ist jedes Jahr aufs Neue ein Wahnsinn. Die Wertschätzung, die wir hier erfahren, ist einfach sensationell", freut sich  Strasser.

Der Rekord-Sieger, der nach der Zieldurchfahrt müde ins Bett fiel, meinte am Sonntag nach sechs Strunden Schlaf: "Ich bin sehr glücklich. Das war eines der besten Rennen meines Lebens. Mir geht es sehr gut, nur die Stimme klingt noch ziemlich kratzig."

In vier Tagen nur eine Stunde Schlaf

In den vergangenen vier Tagen "gönnte" sich der Ausnahme-Sportler nur eine knappe Stunde Schlaf. "Das war so nicht geplant. Bei der Hälfte des Rennens wurde uns zum ersten Mal bewusst, dass wir den Rekord knacken können. Deshalb habe ich auf weitere Schlafpausen verzichtet und es hat einfach funktioniert."

Nachdem er den ersten Tag durchgefahren war, legte Strasser pro Tag rund 20-minütige Powernaps ein.

Zotter gratuliert

Unter den Zuschauern ist auch Severin Zotter. "Es freut mich riesig, dass er es geschafft hat und es beeindruckt mich auch, in welcher Weise er es erreicht hat", meinte Zotter, der im Juni das "Race Across America" gewann, während Strasser wegen eines Lungen-Infektes aufgeben musste.

Strasser ging das "Race Around Austria" deshalb etwas verhaltender an.

Bestmarke um 40 Minuten verbessert

"Mein Hauptfokus zu Beginn lag auf meiner Gesundheit. Ich wusste, dass ich ein schnelles Rennen abliefern kann. Allerdings wollte ich keinen erneuten Ausfall riskieren. Die Hitze in den ersten 24 Stunden war heftig. Aber auch meine Konkurrenten konnten nicht schneller", analysiert Strasser, der von Zwischenzeit zu Zwischenzeit näher an die Vorjahresmarke herankam und sie am Ende um 40 Minuten verbesserte.

Im vergangenen Jahr stellte Strasser mit 3 Tagen, 15 Stunden und 24 Minuten eine neue Rekordmarke auf.

"Wie gut diese Leistung im Vorjahr war, wurde mir erst heute bewusst. 2014 hatten wir vier Tage Dauerregen. Und durch die vielen Kleidungswechsel und langsameren Abfahrten in den Alpen habe ich viel Zeit im Vergleich zu heuer verloren. Heuer hatten wir die extreme Hitze und der erste Tag war der schlimmste für mich. Ich habe Leute überholt, die saßen im Schatten oder mussten kotzen. Ich saß immer im Sattel, auch wenn ich in den ersten 24 Stunden langsamer war. Aber es lief von Tag zu Tag besser und ich habe mich heuer nur auf meine Leistung und nicht auf die Konkurrenten fokussiert."

Schrecksekunden inklusive

In den vergangenen vier Tagen erlebte Christoph Strasser auch die eine oder andere Schrecksekunde: "Am ersten Nachmittag, als mir im Waldviertel bei 70km/h unterwegs waren, lief ein fettes Tier über die Straße. Da hätte alles schnell vorbei sein können."

Jetzt warten ein paar ruhigere Tage auf den Steirer, der froh ist, beim Race Across America vorzeitig aufgegeben zu haben. "Das war die richtige Entscheidung, nach dem Lungeninfekt auszusteigen. Wäre ich weitergefahren, hätte ich das Race Around Austria sicher nicht gewonnen."

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