Graus will endlich bei Olympia angreifen

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Andrea Graus hat auch nach vielen Stürzen, schweren Verletzungen, Erkrankungen und Team-Problemen den Spaß am Profi-Radsport nicht verloren.

Die 32-jährige Tirolerin fährt heuer als Kapitänin im französischen Rennstall Vienne Futuroscope und will im dritten Anlauf einen Olympia-Startplatz erreichen.

"Mir taugt es voll im neuen Team, London ist ein Riesen-Ziel", erklärte die WM-14. von 2010. Um die Qualifikation zu schaffen, muss sie in der Weltrangliste am 31. Mai unter den Top 100 aufscheinen, derzeit rangiert Graus nur an der 207. Stelle.

Bei praktisch Null begonnen

Auch nach einem schweren Rennunfall beim Giro d'Italia 2009 mit einer beidseitigen Lungenembolie als Folge und fünf Operationen in 13 Monaten hat Graus das Rad nicht in die Ecke gestellt.

"Im Frühjahr 2010 war ich konditionell auf dem Stand wie mit zwölf Jahren", erklärte Graus.

Doch bis zum Herbst hatte sie aufgeholt. "Bei der WM habe ich gesehen, dass ich nicht so weit weg bin", sagte die Lehrerin rückblickend.  Das Karriere-Ende war kein Thema mehr.

Kein Geld mehr

Nach einem neuerlichen Tief 2011 - ihr italienisches Team stellte den Betrieb ein und zahlte kein Gehalt - spürt Graus heuer wieder Aufwind.

Doch die Zeit drängt, gute Resultate sind nötig. "Ich habe mir zwei, drei Rennen ausgesucht, dort will ich richtig punkten", nannte Graus ihre Strategie.

Am Sonntag fährt sie die zum Weltcup zählende Flandern-Rundfahrt, mehr vorgenommen hat sich die gute Klettererin aber für den Fleche Wallonne am 18. April mit dem Ziel auf der "Mauer von Huy" ("Mein Lieblings-Weltcuprennen") und die Gracia-Tour in Tschechien Ende April.

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