Tour-Start in Österreich? Prudhomme: "Warum nicht?"

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Uschi Riha hat ein besonderes Geschick im Umgang mit Menschen. Jahr für Jahr gelingt es ihr, die ganz großen Namen des Radsports im Rahmen der Ö-Tour nach Österreich zu locken.

So konnten u.a. Olympiasieger Paolo Bettini, Ex-Weltmeister Tom Boonen und die Grand-Tour-Sieger Paolo Savoldelli, Denis Menchov und Carlos Sastre dem Lockruf der Direktorin nicht widerstehen.

Hochrangige Veranstalter in Wien

Doch nicht nur unter den Fahrern und Teams genießt Riha einen guten Ruf, auch die Veranstalter wissen ihr Engagement zu schätzen. So kam es nicht von ungefähr, dass die A.I.O.C.C. (Association Intenrationale des Organisateurs de Courses Cyclistes) die Einladung der 48-Jährigen annahm und ihren Kongress erstmals in Wien abhielt.

Mit von der Partie waren die hochrangigsten Veranstalter, darunter Präsident Christian Prudhomme (Tour de France) und Javier Guillen (Vuelta a Espana).

Müllbeseitigung bei Tour und Ö-Tour

Die A.I.O.C.C.-Bosse sprachen dabei voller Stolz von der Umsetzung eines umweltfreundlichen Projekts. Wie bei der Österreich-Rundfahrt setzte auch die Tour de France auf Müllbeseitigung. „Wir starteten ein Pilotprojekt und richteten auf Bergetappen rund 20 Kilometer vor den Buffet-Zonen Sammelstellen ein. So konnten 153,8 Tonnen Müll beseitigt werden.“

Zwar räumt Prudhomme ein, dass das System noch ausbaufähig sei und sich alle Veranstalter an einheitliche Standards gewöhnen müssen, doch insgesamt sieht er das Projekt auf einem guten Weg.

TV-freundlichere Übertragung

Auch neue Technologien sollen im Velo-Zirkus Einzug halten. „Die Formel 1 sucht immer nach Möglichkeiten, um einen Grand Prix für die TV-Zuseher noch interessanter zu gestalten. Daran halten auch wir uns. Deshalb suchen wir nach neuen Technologien, wie man Rennen noch spektakulärer umsetzen kann.“

Dabei wird über Kameras auf Helmen und in den Begleitfahrzeugen nachgedacht, auch GPS-Systeme sollen eine wichtige Rolle spielen. Zunächst müssen allerdings „rechtliche Aspekte geklärt“ werden, erklärt Vize-Präsident Eddy Buchette.

Tour-Start in Österreich? „Warum nicht?“

Auf LAOLA1-Nachfrage äußerte sich Prudhomme auch zu einem möglichen Tour-Start in Österreich. Es habe demnach Gespräch mit Tirol und Salzburg gegeben, allerdings sei noch nichts spruchreif. Eines kann der Franzose kann er allerdings ausschließen. „Eine Etappe (während der Rundfahrt) durch Österreich? Nein. Ein Tour-Start? Warum nicht?“

Indes hält sich der Tour-Boss im „Fall Alberto Contador“ zurück. Er wolle dazu nicht mehr allzu viel sagen. Er sieht aber ein großes Problem: „Es dauert viel zu lange. Es kann nicht sein, dass eineinhalb Jahre zwischen positiver Probe und Urteil liegen. Das gibt ein schlechtes Bild ab!“

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