Katusha siegt auf Wiener Ringstraße - Krizek in Rosa

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Das Katusha-Team des favorisierten, aber angeschlagenen Spaniers Daniel Moreno hat am Samstag das Prolog-Teamzeitfahren der 67. Österreich-Radrundfahrt auf der Wiener Ringstraße für sich entschieden.

Als Schnellster der russischen Mannschaft durfte sich der Deutsche Rüdiger Selig das Führungstrikot überstreifen. Bester Österreicher ist als Gesamt-40. mit zehn Sekunden Rückstand Matthias Krizek.

Der Vizestaatsmeister belegte mit der Welser Felbermayr-Mannschaft auf der 5,4-km-Runde Platz sieben.

Denifl muss abreißen lassen

Das Schweizer IAM-Team von Stefan Denifl kam zwei Sekunden davor zwar auf Platz fünf, der Tiroler musste allerdings kurz vor dem Ziel abreißen lassen und liegt deshalb zeitgleich mit Krizek auf dem 50. Gesamtrang.

Denifl nahm die verlorenen Sekunden aber nicht so schwer und ist für den weiteren Verlauf zuversichtlich.

"Ich bin gut drauf. Ich bin zwar nicht in der Form meines Lebens, aber ich hoffe schon, mitmischen zu können", sagte der Gewinner des Bergtrikots bei der Tour de Suisse.

Probleme bei Tinkoff

Schon beim Start des Prologs auf herkömmlichen Rennrädern hatte das starke Tinkoff-Saxo-Team Probleme.

Teile der Mannschaft kamen wegen der zu lange dauernden Vermessung der Räder durch den UCI-Delegierten nicht rechtzeitig zum Start.

Deshalb erreichte der Rennstall erst mit fast einer halben Minute Rückstand an 20. und letzter Stelle das Ziel vor dem Burgtheater.

Krizek in Rosa

Nahezu ideal verlief der Auftakt bei Mittagshitze hingegen für Krizek und seine Teamkollegen. Das Österreicher-Trikot zu verteidigen, ist für den Nichtbergfahrer aus Wien aber kein realistisches Ziel.

"Wir haben alle super zusammengearbeitet. Das Trikot zu holen, ist natürlich schön. Die Gesamtwertung ist für mich aber kein Thema, ich werde mich in den nächsten Tagen in den Dienst der Mannschaft stellen", meinte Krizek.

Auf einer der flacheren Etappen rechne er sich aber schon noch etwas aus. Vorrangig werde er aber für Jure Golcer (SLO) und Gregor Mühlberger arbeiten, die das Gesamtklassement im Auge haben.

Hitzeschlacht erwartet

Auch der Sprinter Selig hat keine Illusionen, sein Trikot sehr lange zu tragen. "Das werde ich nicht halten können. Mein Ziel war es, eine Etappe zu gewinnen. Vielleicht geht es morgen ja so weiter", sagte der Deutsche in Anspielung auf das flache Teilstück von Mörbisch nach Scheibbs (206,6 km), das bei erwarteten 35 Grad zu einer Hitzeschlacht werden dürfte.

Ansonsten werde er seine Kollegen um Kapitän Moreno bestmöglich unterstützen, versprach Selig. Der Spanier ist allerdings gehandicapt. Der Kletterspezialist hat sich bei der Tour de Suisse eine Handverletzung zugezogen, wegen der er eine Woche nicht trainieren konnte.

Nach lediglich zwei lockeren Trainingstagen sei er sich nicht sicher, wie genau es um seine Form steht, sagte der dreifache Vuelta-Etappensieger auf seine Ziele angesprochen.

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