Akkus aufladen für den Ö-Tour-Sieg

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Nach dem Giro ist vor der Ö-Tour.

Die Italien-Rundfahrt ist nicht einmal eine Woche her, schon klopft das heimische Radsport-Ereignis schlechthin an der Tür.

Bei der Streckenpräsentation zur 64. Österreich-Rundfahrt im Schloss Laxenburg wirkte Thomas Rohregger auch noch dementsprechend geschlaucht.

"Natürlich ist man immer müde nach drei Wochen am Rad. Jetzt nicht nur körperlich, sondern auch mental", so der Kramsacher gegenüber LAOLA1.

Bruyneel not amused

Rohregger weiter: "Jeden Tag in einem anderen Hotel zu schlafen, ist nicht so lustig. Von dem her, heißt es jetzt wieder Energien sammeln, dann neue Ziele setzen und voll loslegen".

Aber der Giro hat auch noch andere Nachwirkungen. Manager Johan Bruyneel war mit dem Auftritt seiner RadioShack-Equipe gar nicht zufrieden. Besonders die Aufgabe von Fränk Schleck stieß dem Belgier sauer auf.

Rohregger hielt sich in dieser Causa eher zurück. "Das sind eher Sachen, die über die Medien kommuniziert werden, ich habe auf das jetzt keinen näheren Einblick. Bruyneel war zwei Tage zu Besuch, aber er hat nicht persönlich mit mir gesprochen."

Bessere Zeiten

Dass es nicht nach Wunsch lief, weiß der 29-Jährige, auch wenn er mit der eigenen Leistung ganz zufrieden ist: "Fakt ist, dass wir viel Pech gehabt haben beim Giro. Gerade mit Daniele Bennati, den wir schon nach vier Tagen wegen einer Krankheit verloren haben oder Fränk Schleck. Das Ganze war natürlich nicht optimal, aber im Sport ist nicht jeden Tag Sonntag. Die besseren Zeiten werden wieder kommen."

Die angesprochenen besseren Zeiten sollen spätestens ab dem 1. Juli folgen, denn dann startet die Ö-Tour vor dem Innsbrucker Bergisel. Für Rohregger ein Heimspiel, überhaupt kommt ihm die Strecke 2012 sehr gelegen.

"Ein sehr, sehr schönes und schweres Profil. Schwerer als letztes Jahr. Das freut mich. Gerade auch der Sonntagberg wird hart. Auch das verkürzte Zeitfahren kommt mir entgegen. Es wird eine interessante und spannende Rundfahrt werden."

Schlagkräftiges Team

RadioShack wird Rohregger auf jeden Fall ein starkes Team zur Verfügung stellen um das Große Ziel, in Wien ganz oben auf dem Podium stehen, zu erreichen. Fix ist bisher der Schweizer Oliver Zaugg, über weitere Namen wird noch nicht gesprochen, der Tiroler hat aber bei der Zusammenstellung für die Rundfahrt viel Mitspracherecht.

Als heimisches Aushängeschild des Rennens verspürt Rohregger zwar Druck, beeindrucken lässt er sich davon jedoch nicht.

"Ich bin der letzte Österreicher, der die Ö-Tour gewonnen hat. Es ist logisch, dass der Druck auf meinen Schultern lastet. Aber mit dem kann ich ganz gut umgehen, ich glaube, das habe ich letztes Jahr schon gezeigt. Eigentlich wäre ich ohne den fehlenden Transponder auf dem Podium gelandet. Ich weiß, was mich erwartet, was es schlussendlich wird, steht in den Sternen."



Jakob Faber/Máté Esterházy

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