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Rohregger: "Da bricht ein Kartenhaus zusammen"

Zuerst hatte er kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu.

Thomas Rohregger wollte nach seinem Sturz am Freitag beim Zeitfahren in Podersdorf noch einmal voll angreifen, um das Podium der Ö-Tour zu erreichen.

30,1 km und zwei Zeitstrafen später schaute Rang vier heraus. Was war geschehen?

Das Kartenhaus brach zusammen

Kurz vor dem Start wurde der Tiroler von der Jury darauf hingewiesen, dass sein Transponder-Chip fehlte. Da kein Ersatz aufgetrieben werden konnte, bekam er eine Strafe aufgebrummt.

„Wenn man fünf Minuten vor dem Start erfährt, dass man eine 30-Sekunden-Strafe bekommt, ist das nicht schön. Es war ein komisches Gefühl. Da bricht ein Kartenhaus zusammen“, erklärte Rohregger seine Gefühlslage.

Der 28-Jährige selbst hatte mit dem Anbringen das Transponders nichts zu tun („Ich setze mich nur aufs Rad“), das ist die Aufgabe des Mechanikers, der aber versicherte, seine Arbeit getan zu haben.

Abkürzung genommen

Losgefahren ist Rohregger natürlich trotzdem: „Ich hatte Wut im Bauch, aber auch Verunsicherung. Danach bin ich immer Vollgas gefahren“.

Bei all der Konzentration aufs Vollgas-Fahren unterlief dem Leopard-Trek-Kapitän ein Fehler, der ihm weitere 20 Sekunden Strafe einbrachte:

„Er ist in einer Kurve auf dem Weg zurück nach Podersdorf falsch gefahren und hat dabei abgekürzt“, lautete die Erklärung der Jury, die während des Zeitfahrens gegen insgesamt neun Fahrer Strafen aussprach.

"Verstehe Zeitstrafe nicht"

Die Abkürzung bezeichnete Rohregger als „unglücklichen Fehler“, mit der ersten Zeitstrafe konnte er sich nicht so ganz anfreunden: „Wir haben es vor dem Start der Jury gemeldet, daher verstehe ich die Zeitstrafe nicht. Ich muss es akzeptieren, wie es ist. “

Für die Jury war die Sache hingegen klar: „Er hat gegen Artikel Nummer 5 des Reglements verstoßen. Es wurde auch in der Sitzung ausdrücklich erwähnt, dazu kam es mehrfach über Radio Tour.“

Rein mathematisch gesehen wäre Rohregger auch ohne seinen 50-Sekunden-Rucksack vier Sekunden hinter dem Gesamtdritten Carlos Sastre geblieben. Jedem Radsport-Laien dürfte aber klar sein, dass die Strafe das Rennen des Kramsachers entscheidend beeinflusste.

Kessiakoff besteht „letzte große Prüfung“

Für den designierten Gesamtsieger, Fredrik Kessiakoff, hatte der beste Österreicher der 63. Landes-Rundfahrt lobende Worte übrig. „Fredrik war sehr stark. Ich gratuliere ihm, er hat verdient gewonnen. Aber auch ich kann erhobenen Hauptes zurückschauen.“

Kessiakoff selbst war ihm Ziel sichtlich zufrieden, wollte aber trotz 2:28 Minuten Vorsprung auf Leopold König (NetApp) nichts verschreien: „Das war vielleicht die letzte große Prüfung, aber feiern werde ich noch nicht.“

Dank ans Team„Ich sagte vorher, dass ich vor keinem meiner direkten Konkurrenten Angst haben werde. Weil ich weiß, dass die Beine gut sind. Ich bin schnell in den Rhythmus gekommen und es hat geklappt“, war der Schwede, der in der Tageswertung 55 Sekunden hinter Sieger Bert Grabsch (THR) Fünfter wurde, über seine Zeitfahrqualitäten nicht überrascht.

Ein großer Dank ging an Kessiakoffs Astana-Teamkollegen, die Tag für Tag zig Attacken abwehren mussten: „Ich bin sehr glücklich. Auch für meine Mannschaft. Bisher haben sie mir geholfen, im Zeitfahren konnte mir niemand helfen. Aber ich habe es geschafft.“

Für den Schluss-Abschnitt nach Wien heißt die Devise des 31-Jährigen: Einfach nur „sicher ankommen“. Es müsste schon mit dem Teufel zugehen, wenn Kessiakoff dieser Wunsch verwehrt bleiben würde, gilt die Schlussetappe doch als "Tour d‘Honeur", auf der der Gesamtführende nicht mehr angegriffen wird.

Von der Ö-Tour berichten Christoph Nister und Máté EsterházyDer 28-Jährige selbst hatte mit dem Anbringen das Transponders nichts zu tun („Ich setze mich nur aufs Rad“), das ist die Aufgabe des Mechanikers, der aber versicherte, seine Arbeit getan zu haben.

Abkürzung genommen

Losgefahren ist Rohregger natürlich trotzdem: „Ich hatte Wut im Bauch, aber auch Verunsicherung. Danach bin ich immer Vollgas gefahren“.

Bei all der Konzentration aufs Vollgas-Fahren unterlief dem Leopard-Trek-Kapitän ein Fehler, der ihm weitere 20 Sekunden Strafe einbrachte:

„Er ist in einer Kurve auf dem Weg zurück nach Podersdorf falsch gefahren und hat dabei abgekürzt“, lautete die Erklärung der Jury, die während des Zeitfahrens gegen insgesamt neun Fahrer Strafen aussprach.

„Verstehe Zeitstrafe nicht“

Die Abkürzung bezeichnete Rohregger als „unglücklichen Fehler“, mit der ersten Zeitstrafe konnte er sich nicht so ganz anfreunden: „Wir haben es vor dem Start der Jury gemeldet, daher verstehe ich die Zeitstrafe nicht. Ich muss es akzeptieren, wie es ist. “

Für die Jury war die Sache hingegen klar: „Er hat gegen Artikel Nummer 5 des Reglements verstoßen. Es wurde auch in der Sitzung ausdrücklich erwähnt, dazu kam es mehrfach über Radio Tour.“

Rein mathematisch gesehen wäre Rohregger auch ohne seinen 50-Sekunden-Rucksack vier Sekunden hinter dem Gesamtdritten Carlos Sastre geblieben. Jedem Radsport-Laien dürfte aber klar sein, dass die Strafe das Rennen des Kramsachers entscheidend beeinflusste.

Kessiakoff besteht „letzte große Prüfung“

Für den designierten Gesamtsieger, Fredrik Kessiakoff, hatte der beste Österreicher der 63. Landes-Rundfahrt lobende Worte übrig. „Fredrik war sehr stark. Ich gratuliere ihm, er hat verdient gewonnen. Aber auch ich kann erhobenen Hauptes zurückschauen.“

Kessiakoff selbst war ihm Ziel sichtlich zufrieden, wollte aber trotz 2:28 Minuten Vorsprung auf Leopold König (NetApp) nichts verschreien: „Das war vielleicht die letzte große Prüfung, aber feiern werde ich noch nicht.“

Dank ans Team

„Ich sagte vorher, dass ich vor keinem meiner direkten Konkurrenten Angst haben werde. Weil ich weiß, dass die Beine gut sind. Ich bin schnell in den Rhythmus gekommen und es hat geklappt“, war der Schwede, der in der Tageswertung 55 Sekunden hinter Sieger Bert Grabsch (THR) Fünfter wurde, über seine Zeitfahrqualitäten nicht überrascht.

Ein großer Dank ging an Kessiakoffs Astana-Teamkollegen, die Tag für Tag zig Attacken abwehren mussten: „Ich bin sehr glücklich. Auch für meine Mannschaft. Bisher haben sie mir geholfen, im Zeitfahren konnte mir niemand helfen. Aber ich habe es geschafft.“

Für den Schluss-Abschnitt nach Wien heißt die Devise des 31-Jährigen: Einfach nur „sicher ankommen“. Es müsste schon mit dem Teufel zugehen, wenn Kessiakoff dieser Wunsch verwehrt bleiben würde, gilt die Schlussetappe doch als "Tour d‘Honeur", auf der der Gesamtführende nicht mehr angegriffen wird.

Von der Ö-Tour berichten Christoph Nister und Máté Esterházy

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