Glocknerkönig Mühlberger zeigt bei Ö-Tour erneut auf

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Der Glocknerkönig 2014 sorgt heuer erneut für Aufsehen.

Nach dem Sieg bei der Friedensfahrt - dem wichtigsten U23-Rennen, dem Erfolg bei der Oberösterreich-Rundfahrt und dem Triumph beim Grand Prix in Judendorf kann Gregor Mühlberger auch bei der 67. Österreich Rundfahrt überzeugen.

Nach der ersten Bergankunft der Ö-Tour ist er der beste heimische Starter.

Rosa als Belohnung

Der Niederösterreicher belegte auf der vierten Etappe über 210,2 km und 3.084 Höhenmeter von Gratwein Stift Rein hinauf auf den Dobratsch beim Sieg des Spaniers Victor de la Parte aus dem Team Vorarlberg Rang neun mit nur 46 Sekunden Rückstand.

Damit eroberte er das Rosa Trikot des besten rot-weiß-roten Fahrers, in welches zuvor bereits seine Felbermayr-Simplon-Wels-Teamkollegen Stephan Rabitsch und Matthias Krizek schlüpfen durften.

Vielleicht hätte es sogar für noch weiter vorne gereicht, doch der 21-Jährige setzte auf das falsche Zugpferd. "Bis zur Attacke von Hirt und De La Parte war es ein angenehmer Zug. Ich war zwar im letzten Jahr bei der Dobratsch-Etappe dabei, aber im Grupetto und viel weiter hinten. Somit konnte ich mich nicht mehr so gut an den Berg erinnern. Als die Post abging, habe ich mich an Stefan Denifl orientiert“, erzählte Mühlberger, der erst seine zweite Österreich Rundfahrt bestreitet, im Ziel.

Die Kapitänsfrage

Doch sein Landsmann aus dem Team IAM erwischte keinen guten Tag und verlor eine Minute auf den Tagessieger, so dass Mühlberger ihn auf den letzten Metern noch abhängen konnte.

In der Gesamtwertung liegt der ehemalige Stagiaire des Teams NetApp Endura (seit dieser Saison Bora Argon 18) vor dem fünften Teilstück nun auf Rang zehn und damit vor seinem Kapitän Jure Golcer, der mit 1:36 Minuten Rückstand als 16. die Ziellinie auf dem Dobratsch überquerte und ebendiesen Rang auch im Gesamtklassement belegt (+1:41 Minuten).

"Leider erwischte unser Kapitän Jure Golcer heute nicht den besten Tag", konstatierte Mühlberger, der zwar augenscheinlich nicht auf den Slowenen warten musste und auf eigene Faust fahren durfte, dennoch aber festhält, dass der 16 Jahre ältere Golcer weiterhin der Kapitän bleibt. Noch.

Das Schwierigste steht noch bevor

"Ich werde aber schon schauen, dass ich auf das Gesamtklassement fahre, obwohl das Kitzbüheler Horn nicht mein Lieblingsberg ist", so Mühlberger, der nach der Etappe mit seiner Leistung „sehr zufrieden“ war. "Jetzt heißt es regenerieren, um morgen wieder eine Topleistung abzurufen.“

Doch vor dem Horn wartet am Freitag ja noch ein anderer Berg.

Einer, der dem Niederösterreicher durchaus liegt – der Großglockner.

 

Henriette Werner

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