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Riha über Ö-Tour: "War mir etwas zu schwierig"

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Die 66. Int. Österreich Rundfahrt - die wohl schwerste aller Zeiten - ist Geschichte.

Mit Pete Kennaugh sah sie einen würdigen Sieger, der die Führung auf Etappe eins übernahm und fortan nicht mehr hergab.

Auch die Österreicher zeigten in Form von Patrick Konrad, Gregor Mühlberger, Marco Haller und Riccardo Zoidl stark auf.

Für Rundfahrt-Direktorin Uschi Riha lag das Highlight heuer jedoch abseits der sportlichen Ereignisse.

Bei LAOLA1 zieht Riha Bilanz:

Meine Österreicher

Es ist sensationell, was da passiert ist. Konrad und Zoidl unter den ersten Fünf, dazu Mühlberger als Glocknerkönig und als Abschluss der Etappensieg für Haller. Die österreichischen Fahrer haben sich toll geschlagen. Man hat letztes Jahr bei Ricci gesehen, dass er als Sieger einen Profivertrag bekam, das war bei Thommy (Rohregger) nicht anders. Die Österreich-Rundfahrt ist eine wichtige Plattform für die heimischen Fahrer und Teams, sich zu präsentieren.

Meine Rundfahrt

Man hat mir immer gesagt, dass die Rundfahrt immer am Kitzbüheler Horn entschieden wird. Das war vor zwei Jahren nicht der Fall, im letzten Jahr nicht und heuer schon gar nicht. Man sieht, dass die Fahrer das Rennen gestalten.

Meine Kritik

Mir selbst war es etwas zu schwierig. Ich hätte es gerne etwas ausgeglichener gestaltet. Es ist nur so, dass du Etappenort-Partner brauchst, um eine solche Rundfahrt auf die Beine zu stellen. Von diesen kam der Wunsch, dass genau so gefahren wird. Ich hoffe, in der Zukunft hat man hoffentlich ein Einsehen, dass es nicht so schwer sein muss und man nicht auf jeden Berg fahren muss, um eine schöne Rundfahrt zu haben.

Meine Aufarbeitung

Urlaub ist noch keiner in Sicht. Am Montag kommen die ganzen Trucks zurück, das Werbematerial muss zu den Sponsoren zurückgebracht werden. Es wird noch rund einen Monat dauern, bis alles aufgearbeitet ist. In der Zwischenzeit beginnen natürlich schon die Vorbereitungen für die nächste Tour. Ich hoffe, nach circa vier Wochen auch mal runterschalten zu können.


Henriette Werner / Christoph Nister

Meine österreichischen Teams

Gerade bei Gourmetfein und Tirol ist eine professionelle Arbeit da. Ich würde mir wünschen, dass sie die Chance haben, in die nächsthöhere Kategorie aufsteigen. Das würde ihnen viel mehr Chancen für die Zukunft bedeuten.

Mein Sieger

Ich hatte Pete Kennaugh nicht ganz auf meiner Favoritenliste. Wenn man aber gesehen hat, wie er gefahren ist, dann hat er absolut verdient gewonnen. Von ihm werden wir in den nächsten Jahren sicher noch einiges hören, denn er war nicht nur in den Bergen stark, sondern präsentierte sich als kompletter Rundfahrer.

Mein Wunsch einer Live-Übertragung

Es war wahrscheinlich die schwierigste Tour, die ich je gemacht habe, nicht nur von den Wetterbedingungen her. Ich hätte mir gewünscht, dass wir auch im Hinblick auf die Zukunft der Österreich-Rundfahrt heuer schon eine Live-Übertragung gehabt hätten, aber das haben wir leider nicht geschafft.

Mein Mitgefühl mit den Fahrern

Während der Rundfahrt war das Wetter sicher das Schlimmste. Man leidet natürlich mit den Fahrern mit. Ich bin selbst am Glockner oben gestanden und habe mir versichern lassen, dass die Sicherheit für die Athleten gegeben ist. Sie haben mir verdammt leidgetan.

Mein Highlight

Für mich ist jeder Tag ein Highlight. Ein besonderes gibt es aber doch, da kriege ich jetzt noch eine Gänsehaut. Das war die Unterstützung der internationalen Teams, nachdem die Räder von Gourmetfein Simplon gestohlen wurden. Innerhalb von 15 Minuten hatten wir neue Räder organisiert. Dazu hat das offizielle Mechaniker-Team Vittoria nach dem Mitarbeiterabend in Matrei gesehen, dass die Gourmetfein-Leute noch immer arbeiten, um die neuen Räder fertig zu kriegen. Da haben sie sofort mitgeholfen. Das sind für mich besondere Momente, da sieht man, dass die Radsportfamilie zusammenhält. Da hilft man sich einfach. Das Zwischenmenschliche ist speziell bei der Österreich-Rundfahrt gegeben.

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