Ein Jahr später...

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Ricci Zoidl war total fertig. Kraftlos ließ er sich ins Gras fallen. Die Betreuer, darunter sein Vater, stürmten auf ihn zu. Trinkflaschen wurden gereicht, Lob ausgesprochen. Platz 15 belegte der Gourmetfein-Profi im Ziel, 1:28 Minuten hinter Zeitfahrsieger Fabian Cancellara. Nun warteten die Zuschauer am Neusiedler See nur noch auf einen Fahrer: Kevin Seeldraeyers. 52 Sekunden hatte der Belgier im Gesamt-Klassement auf seinen Verfolger Vorsprung.

Eine Menschentraube bildete sich um Zoidl. Gemeinsam bangten die Fans mit ihrem Liebling. Würde sich der Gesamtsieg ausgehen? Die Sekunden verrannten. Immer länger warteten Fans, Journalisten, Teamkollegen und Zoidl selbst auf seinen Konkurrenten. Plötzlich war es klar: Seeldraeyers hat genug Zeit verloren, Zoidl übernimmt das Gelbe Trikot.

Einige Kollegen gratulierten bereits, da rannte ein Gourmetfein-Mitarbeiter auf ihn zu: „Ricci, du hast gwunna!“ „Jo, i waß“, schrie Zoidl. Es waren die ersten Worte, die der neue Leader der Österreich Rundfahrt herausbrachte. Die Stimmung und der Trubel überwältigten ihn sichtlich.

Auch wir können den designierten Sieg des 25-Jährigen kaum fassen. Vor einem Jahr noch trafen wir ihn bei der Ö-Tour nach dem Ende der dritten Etappe in Lienz zum Interview vor dem Teambus des Teams Gourmetfein. Die gesamte Mannschaft empfing uns herzlich, bot uns sogar Bier an. Danach führten wir ein freundliches Gespräch mit Zoidl und Markus Eibegger. Thema war das aufstrebende Team Gourmetfein. Nun stellt eben jene sympathische Equipe den Sieger der 65. Internationalen Österreich Rundfahrt. Das freut uns.

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