Zoidl kommt im Gelben Trikot nach Wien

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Einer der großen Triumphatoren des Tages in Podersdorf am Neusiedler See war der vierfache Zeitfahr-Weltmeister und Olympiasieger Fabian Cancellara.

Bei der Wende des 24,1 Kilometer langen Einzelzeitfahrens lag Fabian, der im Jahr 2002 bereits eine Halbetappe bei der Ö-Tour gewinnen konnte, nur wenige Sekunden vor dem letztjährigen Etappensieger Marco Pinotti, doch im Ziel distanziert der Schweizer den italienischen Meister schließlich um 22 Sekunden.

"Es war ein super schweres Rennen"

"Es war wegen des starken Windes ein super schweres Rennen. Bis zur Wende habe ich mir das Rennen optimal eingeteilt und bei der Rückfahrt nach Podersdorf lief es dann noch besser. Ich bin hierher gekommen, um eine Etappe zu gewinnen und habe das heute geschafft. Es ist ein wichtiger Sieg für mich", freute sich der sympathische Schweizer, der in Podersdorf von vielen Fans gefeiert wurde.

Hinter Marco Pinotti landete Kristof Vandewalle auf dem dritten Platz.

Seeldraeyers nur 87.

Riccardo Zoidl von Gourmetfein Simplon hat es geschafft. Mit einem Rückstand von 52 Sekunden ging er in das heutige Einzelzeitfahren und übernahm mit einer starken Vorstellung und Platz 15 das "Wiesbauer/Osttirol"-Führungstrikot.

Kevin Seeldraeyers kam über Rang 87 nicht hinaus. In der Gesamtwertung führt Zoidl vor der Abschlussetappe nach Wien jetzt 33 Sekunden vor Alexandr Dyachenko, der sich noch an seinem Astana-Teamkollegen Seeldraeyers vorbeischob.

Kraft für Rückstrecke gespart

Vor einer prächtigen Zuschauerkulisse wurde der neue Gesamtführende Zoidl gefeiert, der seine Gefühle kaum in Worte fassen konnte: "Ich bin überwältigt. Meine gesamte Familie ist hier und ich werde das erst realisieren müssen."

Im Rennen lief es perfekt für den 25-jährigen Staatsmeister: "Bei der Wende lag ich schon vorne und ich hab mir genug Kraft für die windige Rückstrecke gespart. Fünf Kilometer vor dem Ziel sagte mir mein Betreuer, dass ich 53 Sekunden vorne liege. Das hat mich zusätzlich motiviert und ich habe alles gegeben!"

Ein fairer Verlierer war der Belgier Kevin Seeldraeyers, dessen Frau aus Belgien angereist war: "Natürlich bin ich enttäuscht. Aber ich habe hier zwei Etappen gewonnen und bin jetzt Gesamtdritter, auch keine schlechte Ausbeute!"

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