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Angesagter Sieg in Podersdorf

Mit dem schnellsten je in Podersdorf am Neusiedler See gefahrenen Einzelzeitfahren siegte Bert Grabsch, der deutsche Weltmeister von 2008.

Der Profi von HTC-Highroad spulte die 30,1 Kilometer lange Etappe in 34,36 Minuten ab.

Im Kampf um den Gesamtsieg der Tour baute der Schwede Fredrik Kessiakoff seine Führung auf Leopold König und Carlos Sastre aus. Aufregung herrschte um Thomas Rohregger, der gleich zwei Zeitstrafen erhielt.

Angesagter Sieg

Im Kampf um den Tagessieg auf der vorletzten Etappe der 63. Int. Österreich Rundfahrt setzte sich der große Favorit Bert Grabsch bei heißen Temperaturen klar gegen seine Konkurrenten durch.

"Ich will in Podersdorf unbedingt gewinnen", sagte er noch vor dem Start. Er setzte sein Vorhaben in die Tat um, gewann nach 2008 seine zweite Zeitfahretappe bei der Ö-Tour.

Und das mit einem neuen Geschwindigkeitsrekord: Mit 52,17 km/h war bei einem Tour-Zeitfahren noch kein Profi schneller als der 36-Jährige. "Ich hätte noch schneller sein können, denn diese heißen Temperaturen liegen mir gar nicht, kosten sicher Leistung. Aber ich wollte diese Etappe gewinnen und habe das gemacht, ich bin absolut zufrieden."

"Fast"-Österreicher Kessiakoff baut Vorsprung aus

Astana-Profi Fredrik Kessiakoff bestätigte heute mit einem starken fünften Platz beim Zeitfahren in Podersdorf am Neusiedler See seine Top-Form: "Das gelbe Trikot hat mich beflügelt. Wenn die Form passt, kann man überall schnell sein: in den Bergen, beim Zeitfahren. Jetzt muss ich nur noch die morgige Etappe überstehen. Auf alle Fälle freue ich mich riesig auf Wien, wo ja mein Großvater geboren wurde."

Eine beachtliche Leistung bot heute auch NetApp-Profi Leopold König. Der Tscheche schob sich auf Rang zwei in der Gesamtwertung vor. Ebenso verbessern konnte sich Ex-Tour-de-France-Sieger Carlos Sastre, der als Dritter nach Wien fahren wird.

Aufregung bei Rohregger

Er wollte beim entscheidenden Einzelzeitfahren den Sprung aufs Podest schaffen, doch bereits vor dem Start in sein Rennen erlitt Thomas Rohregger einen Tiefschlag.

Sein Transponder-Chip für die Zeitmessung hat gefehlt und er wurde vom Präsidenten der Jury darauf aufmerksam gemacht. Es konnte aber kein Ersatzchip aufgetrieben werden. "Klar bin ich mit einer riesigen Wut ins Rennen gegangen. Das war alles nicht optimal, vor allem bekam ich auch keine Zwischenstände mit", war der Tiroler enttäuscht.

Zusätzlich bekam Rohregger auch noch eine 20 Sekunden Zeitstrafe aufgebrummt, da er in Podersdorf eine Kurve innerhalb der Begrenzung nahm. Aber auch ohne diese Zeitstrafen hätte der Kramsacher den Spanier Carlos Sastre nicht vom Podest geschubst, vier Sekunden fehlten dazu.

Triumphfahrt in Wien

Sonntag kommt es auf der achten und letzten Etappe zum großen Finale "Honaire" in Wien! Bereits zum 54-sten Mal ist die Bundeshauptstadt Etappenort der Österreich Rundfahrt.

Nach dem Start in Podersdorf am Neusiedler See um 12:15 Uhr passieren die Radprofis zum ersten Mal das Ziel vor dem Wiener Burgheater gegen 13:40 Uhr. Danach folgen noch zehn Runden auf dem Ring, eher der letzte Etappensieger der Rundfahrt sowie die Trikotgewinner feststehen.

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