Osl: "Mehr war heute einfach nicht drinnen"

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Die erhoffte Leistungssteigerung von Elisabeth Osl bei der Mountainbike-Heim-Weltmeisterschaft ist ausgeblieben.

Die von einer Knieblessur etwas behinderte Ex-Weltcupgewinnerin belegte am Samstag in Saalfelden bei strahlendem Frühherbstwetter vor mehr als 5.000 Zuschauern Rang 16, das entspricht in etwa den diesjährigen Weltcup-Ergebnissen der Olympia-15.

Durch Sturz verunsichert

Die Kirchbergerin hatte mit der Medaillenentscheidung erwartungsgemäß nichts zu tun und fiel auf dem Rundkurs mit technisch schwierigen Waldpassagen nach forschem Beginn kontinuierlich zurück.

Die am Vortag bei einem Trainingssturz erlittene Knieblessur habe sie zwar ein wenig irritiert, als Ausrede wollte sie das aber nicht verwenden.

"Der Sturz hat mich schon ein bisschen verunsichert, vor allem in der Rennvorbereitung. Aber das Knie war nicht das Problem, mehr war heute einfach nicht drinnen. Es war ein hartes Rennen, ich habe alles gegeben und bin nicht unzufrieden. Die Dichte ist groß, die Titelverteidigerin (Anm.: Catharine Pendrel/CAN) war nur ein paar Sekunden vor mir", meinte die 26-Jährige.

Osl ist heuer im Weltcup in sieben Rennen nur zweimal unter die besten zehn gekommen. 2009 und 2010 war sie des Öfteren am Podest anzutreffen gewesen, seither läuft es nicht mehr so gut für die Tirolerin.

Olympia-Siegerin nicht zu stoppen

Den Titel sicherte sich Olympiasiegerin Julie Bresset.

Die erst 23-jährige Französin gewann überlegen vor Altmeisterin Gunn-Rita Dahle-Flesjaa (NOR/+ 1:47 Min.) und der auch in London drittplatzierten Georgia Gould (USA/3:12).

"Olympia-Gold und jetzt der WM-Titel, das ist unglaublich. Nach London konnte ich heute entspannt fahren, ich habe das Rennen in den technischen Passagen gewonnen", erklärte Bresset.

Das Double aus Olympia und WM-Titel in einem Jahr war vor Bresset erst Dahle-Flesjaa 2004 gelungen.

Spitz mit Pech

Die 40-jährige mehrfache Ex-Weltmeisterin holte zehn Jahre nach Gold in Kaprun ihr zweites WM-Edelmetall auf Salzburger Boden. Ein wenig profitierte sie dabei auch vom Rückfall der Olympia-Zweiten Sabine Spitz nach einem Sturz.

Die Deutsche demolierte sich das Vorderrad und musste einige hundert Meter zur Wechselzone laufend zurücklegen, damit war die Medaillenchance dahin.

Schweizer Dreifach-Sieg

Bei den Herren feierte die Schweiz einen Dreifachsieg.

Nino Schurter gewann auf dem schwierigen Kurs in 1:40:55 Stunden vor den Brüdern Lukas (+29 Sek.) und Mathias Flückiger (+51). Für Schurter ist es nach 2009 der zweite WM-Titel.

Bester Österreicher wurde Karl Markt auf Rang 17( +4:48) und schaffte damit den erhofften Top-20-Platz. Uwe Hochenwarter (+8:47) kommt nicht über Rang 33 hinaus.

Am Sonntag bildet der neue WM-Bewerb Eliminator den Abschluss der Titelkämpfe.

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