Denis Menchov beendet seine Laufbahn

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Der frühere Giro- und Vuelta-Sieger Denis Menchov hat im Alter von 35 Jahren seinen Rücktritt aus dem Profi-Radsport angekündigt, berichteten lokale Medien am Pfingstmontag in Moskau.

Menchov, der die Vuelta 2005 und 2007 sowie den Giro 2009 für sich entschieden hat, verpasste die diesjährige Italien-Rundfahrt wegen einer Knieverletzung.

"Habe verstanden, dass es Zeit war"

"Der Giro-Sieg war zweifellos der Höhepunkt meine Karriere", wurde der Katusha-Profi von "R-Sport" zitiert.

Der Giro sei auch in diesem Jahr sein Hauptziel gewesen, die Verletzung habe dies verhindert.

"Ich habe verstanden, dass es Zeit war, meine sportliche Laufbahn zu beenden."

Von Disqualifikationen profitiert

Bei der Tour de France ist es Menchov nie ganz so gut gelaufen.

2008 belegte er eigentlich Rang vier, durch die Disqualifikation des damals drittplatzierten, österreichischen Dopingsünders Bernhard Kohl rutschte Menchov auf Rang drei vor.

Und auch 2010 profitierte er als Gesamtdritter vom später ebenfalls wegen Dopings disqualifizierten spanischen Sieger Alberto Contador.

Im Dunstkreis von "Humanplasma"

Menchov selbst ist im vergangenen März vom dänischen Radprofi Michael Rasmussen, der selbst ein Dopinggeständnis abgelegt hat, belastet worden.

Der Russe hatte dies bestritten. Menchov wurde 2009 auch von der österreichischen Kriminalpolizei in der Affäre rund um "Humanplasma" als Zeuge einvernommen, weil sich er und andere frühere Rabobank-Profis angeblich in Wien Blutabnahmen zu Dopingzwecken unterzogen haben sollen.

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