Rohregger mit Sturzpech

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Giro: Nächster Leader-Wechsel, Rohregger gestürzt

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Paolo Tiralongo hat sich den Etappensieg bei der ersten Bergankunft des diesjährigen Giro d'Italia gesichert.

Der Italiener vom kasachischen Astana-Radteam verwies am Samstag auf dem 19 Kilometer langen Schlussanstieg nach insgesamt 205 Kilometern seinen Landsmann Michele Scarponi auf Rang zwei.

Dritter auf der siebenten Etappe wurde der Luxemburger Fränk Schleck.

Neuer Führender in der Gesamtwertung ist der Kanadier Ryder Hesjedal vom Team Garmin-Barracuda mit 15 Sekunden Vorsprung auf Tiralongo. Bester Österreicher ist Thomas Rohregger nach Tagesrang 60 als Gesamt-44.

Vierköpfige Ausreißer-Gruppe

Bereits frühzeitig hatte sich eine vierköpfige Spitzengruppe abgesetzt. Das Quartett mit dem Schweizer Reto Hollenstein aus dem NetApp-Team fuhr zwischenzeitlich 8:30 Minuten vor dem Hauptfeld.

An der letzten Steigung des Tages wurden die Ausreißer jedoch wieder gestellt. Rund 700 Meter vor dem Ziel setzten sich Tiralongo und Scarponi ab.

Rohregger bester ÖRV-Profi

Von den fünf Österreichern schnitt wie am Vortag Rohregger am besten ab. Der RadioShack-Fahrer kam allerdings - bedingt durch einen Sturz - mit 1:14 Minuten Rückstand über Rang 60 nicht hinaus und verlor daher in der Gesamtwertung gleich 15 Ränge. Der Rückstand auf Hesjedal beträgt 1:51 Minuten.

Der Tiroler kam rund drei Kilometer vor dem Etappenziel zu Fall. "Mehr als der Schmerz ärgert mich im Moment, dass ich aufgrund des Sturzes wertvolle Minuten verloren habe."

Am Handgelenk verletzt

Der in aussichtsreicher Position gelegene 29-Jährige wurde abgedrängt und gegen die Bandenabsperrung gedrückt. Der Aufprall gegen die Eisenstange der Absperrung verursachte eine noch unbestimmte Verletzung am rechten Handgelenk.

"Das rechte Handgelenk ist momentan stark angeschwollen, außerdem hat sich ein großes Hämatom am äußeren Knöchel des Gelenks gebildet", berichtete Rohregger vor der ärztlichen Untersuchung. "Ich möchte morgen aber auf die Zähne beißen und starten."

Sonntag nächste Bergetappe

Das restliche Quartett landete außerhalb der Top-100. Matthias Brändle (102. Rang/+21:04), Stefan Denifl (124./34:56), Daniel Schorn (129./35:51) und Bernhard Eisel (179./54:38) büßten viel Zeit auf die Tagessieger an, zählen aber auch allesamt nicht zu den Top-Kletterern im Feld.

Am Sonntag wartet auf die Fahrer erneut eine Bergetappe. Der achte Tagesabschnitt führt die Profis über 229 Kilometer von Sulmona zum Lago Laceno. Am Ende ist ein Berg der zweiten Kategorie zu bezwingen. Der Anstieg ist 9,9 Kilometer lang, an der steilsten Stelle sind 12 Prozent Steigung zu überwinden.

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