Paolini siegt bei erstem Kräftemessen der Stars

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Der Italiener Luca Paolini hat auf der dritten Etappe des Giro d'Italia das Rosa Trikot erobert.

Der 36-jährige Giro-Debütant löste seinen Landsmann Salvatore Puccio als Spitzenreiter ab, der im letzten Anstieg den überraschend angreifenden Topfahrern nicht mehr folgen konnte.

Puccios Sky-Teamkollege Bradley Wiggins kam mit den meisten anderen Favoriten 16 Sekunden hinter Solosieger Paoloni ins Ziel nach Marina di Ascea und ist weiterhin Gesamt-Zweiter.

Überraschende Angriffe

Der wellige Abschnitt über 222 km von Sorrento entlang des Mittelmeeres war zunächst von einer Ausreißergruppe geprägt, deren letzte Reste aber vor der finalen Bergwertung eingeholt wurden.

Auf dem Weg zu dieser kleinen Bergwertung lancierten die Teams von Sieganwärter Vincenzo Nibali und Titelverteidiger Ryder Hesjedal überraschende Angriffe, die aber von Wiggins und den anderen Mitfavoriten pariert wurden.

Der bisherige Spitzenreiter Puccio kam hingegen nicht mehr mit und brach danach völlig ein.

Paolinis Attacke hatte Erfolg

Auch in der langen Abfahrt ins Etappenziel gab es immer wieder Attacken, eine davon brachte Paolini bis ins Ziel durch. Der italienische Mitfavorit Michele Scarponi kam in der Schlussphase zu Sturz, demolierte dabei sein Rad und verlor durch das Warten auf einen Ersatz wertvolle Zeit.

Ex-Tour-de-France-Sieger Cadel Evans und Hesjedal sicherten sich unmittelbar hinter Paolini ebenfalls noch Zeitbonifikationen und holten damit einige der im Teamzeitfahren auf Wiggins verlorenen Sekunden wieder auf.

Scarponi büßte Zeit ein

Der britische Tour-Champion kam zeitgleich mit Evans, Hesjedal und Nibali als Etappen-Achter ins Ziel. Auf den neuen Spitzenreiter Paolini fehlen Wiggins und seinem drittplatzierten Teamgefährten Rigoberto Uran 17 Sekunden. Nibali (+ 31 Sek.) ist neuer Fünfter, Hesjedal (34) liegt auf dem siebenten Zwischenrang, Evans (42) ist Zwölfter.

Sturzopfer Scarponi hat als 22. schon fast eineinhalb Minuten Rückstand.

Auch auf der 4. Etappe von Policastro Bussentino nach Serra San Bruno (246,0 km) am Dienstag könnte es wieder Veränderungen im Gesamtklassement geben, da kurz vor dem Ziel neuerlich eine Bergwertung zu bewältigen ist.

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