Nibali nimmt die Konkurrenz beim Giro auseinander

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Der Italiener Vincenzo Nibali hat seine Gesamtführung vor den entscheidenden Etappen des Giro d'Italia mit einem überlegenen Sieg im Bergzeitfahren von Mori nach Bolsa deutlich ausgebaut.

Der Astana-Profi bewältigte die 20,6 km mit 1.030 Metern Höhenunterschied am Donnerstag bei Regen in 44:29 Minuten.

Mit fast 28 km/h Durchschnittgeschwindigkeit hängte er die Konkurrenz um eine Minute und mehr ab.

Evans mit Respektabstand

Cadel Evans, sein weiterhin erster Verfolger im Gesamtklassement büßte als 25. mehr als zweieinhalb Minuten ein und hat nun schon 4:02 Minuten Rückstand auf den Sizilianer.

Zehn Sekunden dahinter folgt als unverändert Dritter der Kolumbianer Rigoberto Uran (Sky), der im Zeitfahren eineinhalb Minuten hinter Nibali Rang sechs belegte.

Der spanische Olympiasieger Samuel Sanchez (+ 58 Sek.) und sein Landsmann Damiano Caruso (1:20 Min.) kamen Nibali bei seinem heuer ersten Etappenerfolg noch am nächsten.

Spielt der Wettergott mit?

Dem 28-jährigen Tour-de-France-Dritten dürfte sein erster Giro-Gesamsieg dank des nun komfortablen Vorsprungs kaum noch zu nehmen sein. Am Freitag steht die erste von zwei schweren Dolomiten-Etappen auf dem Programm.

Die komplette Durchführung des Teilstücks mit dem Gavia-Pass (2.618 m) und dem Stilfser Joch (2.758 m) steht allerdings infrage, weil der Wetterbericht mit Minustemperaturen und Schneefällen im Gebirge nichts Gutes verheißt. Streckenänderungen sind wahrscheinlich.

Die vorletzte Etappe führt ebenfalls ins Hochgebirge, ehe die Italien-Rundfahrt am Sonntag in Brescia zu Ende geht.

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