Contador-Schwäche zu spät

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Contador vor Giro-Gesamtsieg, Aru räumt erneut ab

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Der Italiener Fabio Aru hat am Samstag beim 98. Giro d'Italia seinen zweiten Tagessieg in Folge gefeiert.

Der Profi des Astana-Teams gewann nach Cervinia auch die Bergankunft in Sestriere, den Spitzenreiter vermochte der Gesamt-Zweite aber nicht zu gefährden.

Der Spanier Alberto Contador büßte als Sechster zwar fast 2:30 Minuten ein, hat aber seinen zweiten Giro-Erfolg nach 2008 praktisch sicher.

Beruhigendes Guthaben

Denn vor dem Schlussabschnitt von Turin nach Mailand am Sonntag liegt Contador noch 2:02 Minuten vor Aru an der Spitze. Damit hat der Tinkoff-Fahrer den ersten Teil des heuer angepeilten Doubles Giro/Tour de France geschafft.

Am Samstag musste sich der 32-Jährige zwar nochmals an seine Grenzen gehen, sein insgesamt siebenter Triumph in einer großen Rundfahrt ist ihm sportlich aber nicht mehr zu nehmen.

Mit geballter Faust

Contador fuhr mit geballter Faust über die Ziellinie, nachdem er die letzten 30 Kilometer alleine hinter seinen Rivalen Aru und Mikel Landa sowie weiteren Spitzenfahrern hatte abspulen müssen. Er hatte auf der Kletter-Tour zum "Dach" des Giro (Cima Coppi), dem 2.178 m hohen Colle delle Finestre, den Anschluss an die übrigen Asse verloren.

Im 18,5 km langen Anstieg zeigte Contador erstmals im Giro Schwäche, bald nach Beginn des 7,8 km langen Schotterabschnitts zur Passhöhe riss er ab.

Doch der Topfavorit hielt den Schaden in Grenzen und in der Gesamtwertung seine zwei Astana-Rivalen Aru und Mikel Landa (+3:14) auf Distanz. Aru feierte seinen insgesamt dritten Etappen-Erfolg im Giro, Contador wird am Sonntag auch seinen zweiten Gesamtsieg ohne einen einzigen Tageserfolg einfahren.

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