Contador zeigt keine Schwäche

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Contador vor letzter Giro-Woche klarer Spitzenreiter

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Der Spanier Alberto Contador geht als klarer Gesamtführender in die entscheidende Woche des Giro d'Italia.

Der Sieger von 2008 erreichte am Sonntag auf der ersten Dolomiten-Etappe eine Sekunde vor seinem italienischen Widersacher Fabio Aru als Dritter die Bergankunft in Madonna di Campiglio (165,0 km). Den Sieg auf dem 15. Teilstück sicherte sich Arus spanischer Astana-Teamkollege Mikel Landa.

Contador, der fünf Sekunden hinter Landa und drei hinter dem Russen Juri Trofimov (Katjuscha) ins Ziel auf 1.715 m Seehöhe kam, baute seinen Vorsprung auf Aru vor dem zweiten Ruhetag dank einigen Sekunden Zeitgutschrift auf 2:35 Minuten aus.

Aru, Amador und Landa die ersten Verfolger

Auf Rang drei liegt mit nun 4:19 Minuten Rückstand weiterhin der Etappen-Sechste Andrey Amador (Movistar) aus Costa Rica. Der 25-jährige Baske Landa verbesserte sich dank seines ersten Giro-Erfolges an die vierte Stelle (+ 4:46 Min.).

Die von der Astana-Mannschaft angeführte Gruppe mit den Topfahrer hatte den letzten Ausreißer Hubert Dupont (FRA) bald nach Beginn des 15,5 km langen Schlussanstieges eingeholt.

Contador war auch ohne seine Tinkoff-Teamkollegen stets Herr der Lage. Aru vermochte bei hohem Tempo nicht zu attackieren. Trofimow und Landa ließ Contador kurz vor dem Ziel aber gewähren.

Der bisherige Viertplatzierte Rigoberto Uran und der nach einem Sturz am Freitag angeschlagene Sky-Kapitän Richie Porte hatten bereits am vorletzten Anstieg zum Daone-Pass (1.298 m) den Anschluss verloren und büßten neuerlich viel Zeit ein.

Lang lebe der König

An der Stelle von Porte ist deshalb nun endgültig der fünftplatzierte Tscheche Leopold König die Nummer 1 eins in der Sky-Mannschaft von Bernhard Eisel.

In Madonna di Campiglio war der Giro zuletzt im Jahr 1999 zu Gast gewesen. Damals war der Gesamtführende Marco Pantani nach der 20. Etappe wegen doping-verdächtiger Blutwerte aus dem Rennen ausgeschlossen worden.

Der 2004 mit 34 Jahren an einer Überdosis Kokain und Antidepressiva verstorbene Volksheld der Italiener hatte bis dahin vier Teilstücke gewonnen und stand nach seinem Triumph 1998 vor dem neuerlichen Giro-Sieg.

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