Schlimmer kann es nicht kommen

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Versöhnliches Giro-Ende für Riccardo Zoidl

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Für Radprofi Riccardo Zoidl hat der Giro d'Italia, seine erste dreiwöchige Rundfahrt, doch noch ein versöhnliches Ende gefunden.

"Mit der letzten Woche kann ich recht zufrieden sein, davor gab es keinen Tag ohne gesundheitliche Probleme", sagte der 26-Jährige nach dem 40. Gesamtrang.

Georg Preidler zog nach dem 27. Platz zufrieden Bilanz und sieht wie sein Landsmann Möglichkeiten zur Steigerung.

Ausgesöhnt

Zoidl hatte im Team Trek für sein Debüt freie Fahrt erhalten, musste keine Helferdienste leisten. Der Gewinner der Europa-Tour-Jahreswertung 2013 wurde aber von Beginn an durch eine Infektion gebremst.

"Schlimmer kann es nicht mehr kommen, dieser Giro hat mir nicht in die Karten gespielt", erklärte der Oberösterreicher am Montag gegenüber der APA.

Dennoch habe er enorm viel gelernt. "Für Kopf und Moral war es sehr gut, dass ich am Schluss noch etwas aufzeigen konnte. Da habe ich mich mit dem Giro ausgesöhnt."

Positives Feedback

Psychisch sei eine so lange Rundfahrt eine noch größere Herausforderung als körperlich, betonte Zoidl. "Vom Kopf her ist es schwieriger, da immer fokussiert zu bleiben, ist nicht leicht. Aber wenn gesundheitlich alles passt, wäre es einfacher."

Vom Team gab es nach dem ersten Höhepunkt ein positives Feedback. Auch Zoidl selbst, der nun bis zur Titelverteidigung bei der Staatsmeisterschaft und der folgenden Österreich-Rundfahrt einige Wochen Rennpause hat, zog nach zwei 13. Plätzen (Bergzeitfahren und auf dem Monte Zoncolan) ein positives Fazit.

"Ich freue mich schon auf die nächste dreiwöchige Rundfahrt."

Preidler zufrieden

Preidler, der im Vorjahr die Spanien-Rundfahrt als 36. beendet hatte, kam in guter Form aus dem Giro. Nach einigen Tagen Regeneration startet der Profi des Giant-Rennstalls die Vorbereitung auf die Tour de Suisse (ab 14.6.).

"Mit dem Giro kann ich zufrieden sein", meinte der Steirer. Mit einem Höhentrainingslager im Vorfeld und voller Konzentration auf das Gesamtklassement sei eine noch bessere Platzierung möglich.

Gelernt habe er auch, dass man auf seine Chance warten müsse. Beim ersten Versuch in einer Fluchtgruppe seien die Asse bei der Bergankunft wieder herangekommen. "An den Tagen darauf war ich ziemlich kaputt, da ist dann eine Gruppe durchgekommen", sagte Preidler. Ihm selbst gelang das wie Zoidl mit weiteren Ausreißern am vorletzten Tag, als er auf dem Monte Zoncolan den siebenten Platz erreichte.

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