Preidler überzeugt, Rogers siegt

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Tagessieg für Rogers - Preidler setzt sich in Szene

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Der Österreicher Georg Preidler hat sich am Mittwoch auf der 11. Etappe des Giro d'Italia gut ins Szene gesetzt.

Der Giant-Profi befand sich auf dem mit 249 km längsten Teilstück der Italien-Radtour lange in einer 14-köpfigen Topgruppe, danach hatte er gar nur einen Fluchtgefährten.

Letztlich hatte Preidler in Savona im Feld zehn Sekunden Rückstand auf den australischen Sieger Michael Rogers.

Preidler angriffslustig

Der Steirer befand sich bald nach Überwinden des Cento-Croci-Passes mit 13 Fluchtgefährten an der Spitze, 75 Kilometer vor dem Ziel der in Collecchio gestarteten Etappe betrug der Vorsprung auf das Feld 4:40 Minuten. 15 Kilometer später waren es nur noch 2:34.

Vor dem Zusammenschluss riskierte Preidler jedoch noch einmal und setzte sich mit dem Kolumbianer Julian Arredondo ab.

Der Führende des Giro-Bergklassements und der ÖRV-Fahrer gingen in dieser Reihenfolge über den Naso di Gatto, einen Pass der zweiten Kategorie.

Schon da war aber abzusehen, dass der Vorsprung auf der folgenden Abfahrt zum Ziel nicht zu halten war. Rund 20 Kilometer vor Ende des Teilstücks waren die Verfolger da, Preidler begnügte sich schließlich unter 40 Fahrern mit Platz 39. Gesamt rückte er um vier Positionen auf 27 vor.

Zeitfahren steht bevor

Ex-Zeitfahr-Weltmeister Rogers löste sich kurz vor dem Ziel und brachte einen Bonus von zehn Sekunden über die Ziellinie.

Im Sprint holten Preidler-Teamkollege Simon Geschke (GER) und Enrico Battaglin (ITA/Bardiani) die weiteren Podestplätze hinter dem Tinkoff-Saxo-Profi. Gesamt änderte sich vorne kaum etwas, Cadel Evans (AUS/BMC) liegt 57 Sekunden voran. Sein Landsmann Michael Matthews war nicht mehr zur Etappe angetreten.

Am Donnerstag sollte es aber sehr wohl einige gröbere Verschiebungen geben, steht doch ein Zeitfahren über 41,9 km von Barbaresco nach Barolo auf dem Programm.

Für den von einem Infekt zurückgeworfenen Österreich-Tour-Sieger Riccardo Zoidl wird das eine weitere Bewährungsprobe. Am Mittwoch verlor er 1:40 Minuten, kam solo ins Ziel. Der Steirer Bernhard Eisel büßte als 115. gar mehr als 18 Minuten auf den Sieger ein.

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