Nibali will Wiggins knacken

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Giro 2013: Im Zeichen des Duells Nibali gegen Wiggins

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Viele Vorzeichen deuten darauf hin, dass der Giro d'Italia zum Duell von Bradley Wiggins mit Vincenzo Nibali wird.

Der Brite will nach der Tour de France im Vorjahr auch das zweitbedeutendste Radrennen gewinnen.

Der Tour-Dritte aus Italien gilt nach einer starken Saison als sein aussichtsreichster Herausforderer. Österreicher sind bei der am Samstag in Neapel beginnenden 96. Auflage nicht vertreten.

Außenseiterchancen für Hesjedal und Evans

Titelverteidiger Ryder Hesjedal aus Kanada, Ex-Tour-Champion Cadel Evans und einige Außenseiter wollen Wiggins und Nibali den Kampf um das Rosa Trikot aber nicht alleine überlassen.

Die Hoffnungen der italienischen Fans ruhen auch noch auf Michele Scarponi (Gesamtsieger 2011 nach Doping-Disqualifikation von Alberto Contador). Scarponi war im Vorjahr in Abwesenheit von Nibali als Vierter bester Italiener.

Der zweifache Sieger Ivan Basso musste seine Teilnahme hingegen kurzfristig absagen, er kann wegen einer Zyste am Gesäß nicht antreten.

"Ich komme zum Giro, um zu gewinnen"

Nicht nur deshalb gehen Wiggins und Nibali als Topfavoriten in die dreiwöchige Rundfahrt. Olympiasieger Wiggins kann sich auf ein langes Einzelzeitfahren verlassen, falls er in den Bergen ein wenig Zeit einbüßen sollte.

Nibali hat seine Kletterqualitäten zuletzt mit dem Sieg beim Giro del Trentino eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Der dort nach einem Defekt fünftplatzierte Wiggins zollte dem Rivalen zwar Respekt, sein Ziel bleibt aber klar. "Ich komme zum Giro, um zu gewinnen", stellte der Engländer klar.

Gute Vorbereitung, aber (noch) kein Sieg

Bei seinem jüngsten Giro-Antritt vor drei Jahren eroberte Wiggins das Rosa Trikot im Prolog-Zeitfahren, musste es aber gleich wieder abgeben und wurde am Ende nur 40.

Das soll diesmal ganz anders werden, obwohl Wiggins nach umgekrempelter Saisonplanung heuer noch ohne Rennsieg dasteht. "Die Vorbereitung war gut. Ich gehe ziemlich entspannt in den Giro. Und Ende Mai werden wir alle hoffentlich alle lachen und Champagner trinken", meinte der Sky-Kapitän.

Diese Zuversicht stützt sich auch auf seine erfolgserprobten Edelhelfer. Die Kolumbianer Rigoberto Uran (im Vorjahr 7.) und Sergio Henao (9.) sowie der Weißrusse Konstantin Siutsou sollen ihren Kapitän unbeschadet über die Berge bringen.

Astana setzt alles auf die Karte Nibali

Nibali steht bei seinem ersten Giro für das Astana-Team unter anderem Österreich-Rundfahrt-Sieger Fredrik Kessiakoff zur Seite. Der Sizilianer sei nach den Rängen drei (2010) und zwei (2011) reif für den ersten Triumph, findet Astana-Teamchef Alexandre Vinokourov.

"Wir haben nur ein Ziel - den Sieg für Vincenzo bei seinem Heimrennen. Er ist bereit für den Kampf um das Rosa Trikot", bekräftigte Vinokourov.

Spektakuläre Kletterpartien

Die Tifosi werden auch heuer wieder in Scharen am Straßenrand stehen. Zumal die Strecke mit bekannten Anstiegen wie Gavia und Giau, dem Stilfser Joch und der Bergankunft am Fuße der Drei Zinnen wieder spektakuläre Kletterpartien zu bieten hat.

Auch der Abstecher nach Frankreich mit dem Klassiker Col du Galibier verspricht Spannung. Die Sprinter werden ebenfalls ihre Chancen bekommen. Hier richtet sich das Augenmerk vor allem auf Ex-Weltmeister Mark Cavendish, der gleich beim Auftakt in Neapel zuschlagen will.

Favoriten müssen früh Flagge zeigen

Die Favoriten müssen gleich in der ersten Woche nach dem Mannschaftszeitfahren auf Ischia und mehreren Mittelgebirgsabschnitten beim 54,8 km langen Einzelzeitfahren in Gabicce an der Adria erstmals Flagge zeigen.

Nach dem ersten Ruhetag sind auf zwei schweren Bergetappen im Friaul (u.a. Bergankunft am Montasio) und am Galibier erstmals die Kletterspezialisten gefragt. Die Entscheidung werden aber erst in der dritten Woche ein Bergzeitfahren in der Nähe des Gardasees sowie die Dolomiten-Bergankünfte im Martelltal und bei den Drei Zinnen bringen.

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