Jan Ullrich gibt Blut-Doping zu

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Ullrich gesteht erstmals Blut-Doping bei Fuentes

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Es ist ein spätes Geständnis: Der Deutsche Jan Ullrich hat in einem Interview mit dem Magazin "Focus" erstmals zugegeben, mit Hilfe des spanischen Doping-Arztes Eufemiano Fuentes gedopt zu haben.

„Ja, ich habe Fuentes-Behandlungen in Anspruch genommen“, sagte der 39-Jährige.

Er habe aber keine anderen Dopingmittel verwendet als sein eigenes Blut. Nun wolle er die Vergangenheit ruhen lassen.

„Das Thema ist für mich abgehakt. Ich will nur noch nach vorne schauen und nie wieder zurück.“

Chancengleichheit statt Betrug

Vehement wehrte sich Ullrich gegen den Vorwurf, betrogen zu haben.

„Fast jeder hat damals leistungssteigernde Substanzen genommen. Ich habe nichts genommen, was die anderen nicht auch genommen haben“, so der gefallene Rad-Star, der sich weitestgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hat.

„Betrug fängt für mich dann an, wenn ich mir einen Vorteil verschaffe. Dem war nicht so. Ich wollte für Chancengleichheit sorgen.“

Über einen Sieg würden am Ende Talent, Leistungsfähigkeit, Teamgeist und Siegeswille entscheiden.

„Und geschadet habe ich mir selbst am meisten, was mein Ansehen in der Öffentlichkeit und mögliche gesundheitliche Folgen – die ich nicht habe – angeht.“

„Nicht besser als Armstrong"

Vom Doping-Skandal um den früheren Konkurrenten Lance Armstrong zeigte sich Ullrich nicht überrascht.

„Mir war immer klar: Auch Lance Armstrong wird nicht davonkommen, selbst wenn er vermutlich jahrelang von der einen oder anderen Institution und dem Weltverband geschützt wurde“, so Ullrich.

Armstrong habe gebeichtet, er selbst habe geschwiegen. „Beide sind wir nicht davon gekommen und schuldig. Ich bin nicht besser als Armstrong, aber auch nicht schlechter. Die großen Helden von früher sind heute Menschen mit Brüchen, mit denen sie klarkommen müssen.“

 

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