Rasmussen belastet Menchov

Aufmacherbild
 

Rasmussen belastet Teamarzt und Kollegen

Aufmacherbild
 

Radprofi Michael Rasmussen hat nach seiner Aussage vor einem niederländischen Gericht weitere Details des Dopingbetrugs zu seiner Zeit bei Rabobank offenbart.

Dabei belastete der Däne, der 2007 vor dem Gesamtsieg bei der Tour de France stand, ehe er aus dem Rennen genommen wurde, seinen damaligen Teamarzt Geert Leinders schwer.

"Leinders hing die Blutbeutel an die Wand und setzte die Infusionsnadeln", sagte Rasmussen der Tageszeitung "De Telegraaf" am Freitag.

Leinders steht schon seit längerem in Doping-Verdacht. Das Team Sky um Tour-Sieger Bradley Wiggins trennte sich 2012 von ihm.

Von der Teamleitung toleriert

Rasmussen räumte ein, vor der Tour 2007 EPO, Wachstumshormone, Kortison und Insulin genommen zu haben.

Während der Rundfahrt, die er mit einem spektakulären Duell gegen den später ebenfalls wegen Dopings gesperrten Alberto Contador mitprägte, habe er zwei Bluttransfusionen erhalten.

Die Dopingmachenschaften seien auch von der Teamleitung um Erik Breukink und Theo de Rooij toleriert worden.

Von Stefan Matschiner betreut

Rasmussen war früher vom österreichischen Manager Stefan Matschiner betreut worden und vom geständigen Bernhard Kohl in Zusammenhang mit Blutdoping genannt worden.

Kohl hatte 2010 im Verfahren gegen Matschiner vor Gericht ausgesagt, er habe 2006 gemeinsam mit Rasmussen eine später bei Matschiner sichergestellte Zentrifuge für Blutdoping angeschafft.

Matschiner hatte dem widersprochen und erklärt, er habe Rasmussen nie behandelt.

Menchov bestreitet Dopingvorwürfe

Bei dem aktuellen Prozess, mit dem sich Rasmussen nach seiner Kündigung von Rabobank entgangene Prämien erstreiten will, sowie in einem Interview mit dem TV-Sender NOS nannte er auch Denis Menchov im Zusammenhang mit den Dopingpraktiken.

Der Russe, der nun für Katusha fährt, stritt die Vorwürfe ab. "Nein, das ist nicht wahr", sagte er im "Telegraaf".

Menchov und andere Rabobank-Profis waren 2009 von der österreichischen Kriminalpolizei im Zuge der Ermittlungen in der Causa "Humanplasma" als Zeugen einvernommen worden, weil sie sich in Wien Blutabnahmen zu Dopingzwecken unterzogen haben sollen.

Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen