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Contador fährt Zeugen-Armee auf

Rad-Star Alberto Contador bietet in der kommenden Woche vor dem Internationalen Sport-Gerichtshof (CAS) mehrere namhafte Experten auf, um seine stets beteuerte Unschuld an einer positiven Dopingprobe zu beweisen.

Laut einem Bericht der spanischen Tageszeitung El Pais sollen neben Anti-Doping-Experten auch ein Lügendetektor-Analyst und Teamkollegen als Entlastungszeugen aussagen.

Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) und der Internationale Radsport-Verband (UCI) halten mit ebenfalls renommierten Experten dagegen, so die Zeitung.

Contador schöpft alle Mittel aus

Die WADA und die UCI haben den Freispruch Contadors durch den spanischen Verband nach seinem positiven Doping-Befund auf die verbotene Substanz Clenbuterol bei seinem Tour-de-France-Sieg 2010 beim CAS beeinsprucht.

Die mehrmals verschobene, nicht öffentliche Verhandlung geht nun vom 21. bis 24. November in Lausanne in Szene. Das Urteil des CAS-Richtergremiums ist, wie in derart komplexen Fällen üblich, allerdings erst einige Wochen später zu erwarten.

Bei einem Schuldspruch könnte Contador für bis zu zwei Jahre gesperrt werden, außerdem droht ihm die Aberkennung sämtlicher Rennergebnisse seit Juli 2010.

Duell der Anwälte

Contador führt das positive Testergebnis auf die als Kälbermastmittel verwendete Doping-Substanz Clenbuterol auf den Verzehr von kontaminiertem Rindfleisch zurück. Diese These sollen laut El Pais insgesamt 13 Personen untermauern.

Der dreimalige Tour-Sieger werde von vier Anwälten vertreten, die mehrere Anti-Doping-Experten aufrufen werden. Dasselbe habe freilich auch die zehn Personen starke Gegenseite vor, berichtete die Tageszeitung weiter.

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