Bruyneel will Unschuld beweisen

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Bruyneel geht juristisch gegen Anschuldigungen vor

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Johan Bruyneel will die im Doping-Verfahren um Lance Armstrong erhobenen Anschuldigungen gegen seine Person gerichtlich anfechten.

Er hoffe dabei auf eine faire Anhörung vor einem Schiedsgericht, meinte der ehemalige Mentor des gefallenen US-Radstars am Donnerstag.

Er werde um seine Unschuld kämpfen, "solange meine Verteidigung durch die Akten der USADA nicht vorverurteilt ist". Bis zu seiner Anhörung werde er nun keine weiteren Erklärungen mehr abgeben, schrieb der Belgier in einem Statement.

Laut USADA zentrale Figur

Bruyneel war im Zuge der Affäre um Armstrong heftig in die Kritik geraten.

Wegen der Ermittlungen der US-Anti-Doping-Agentur USADA hatte er in diesem Jahr bereits seine Teilnahme an der Tour de France abgesagt.

Er war einer der höchstdekorierten Teamchefs der vergangenen Jahre, laut USADA-Unterlagen aber in den Teams US Postal und Discovery Channel auch eine zentrale Figur im "ausgeklügeltesten, professionellsten und erfolgreichsten Dopingprogramm", das der Sport je gesehen habe.

Verbruggen glaubt an Armstrongs Unschuld

Für Rätselraten sorgte indes Hein Verbruggen, seines Zeichens Ehrenpräsident des Rad-Weltverbandes (UCI). Trotz der Enthüllungen scheint der Niederländer weiter von der Unschuld von Armstrong überzeugt.

Der siebenfache Tour-Sieger "wurde nie positiv getestet; auch nicht von der USADA", erklärte Verbruggen der Tageszeitung "De Telegraaf".

"Es gibt viele Geschichten und Verdächtigungen, aber nicht die Spur eines BEWEISES", schrieb der gute Freund Armstrongs in einem via SMS geführten Interview.

Widerspruch

Nach Erscheinen der Ausgabe widersprach der langjährige Chef der UCI, der auch Ehrenmitglied des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) ist, den Darstellungen.

Er habe sich lediglich auf die jüngsten Gerüchte bezogen, denen zufolge er 1999 von Armstrong 500.000 US-Dollar (381.097,56 Euro) erhalten habe, um einen positiven Dopingtest zu verschleiern.

Als Reaktion auf diesen Protest veröffentlichte der "Telegraaf" am Donnerstag auf seiner Homepage den entsprechenden SMS-Verkehr eines seiner Reporter mit Verbruggen.

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