Pressestimmen zur Armstrong-Sperre

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Internationale Pressestimmen nach der von der US-Anti-Doping-Agentur (USADA) ausgesprochenen lebenslangen Sperre gegen Rad-Star Lance Armstrong:

USA:

"New York Daily News": "Der Absturz von Lance Armstrong hat gerade erst begonnen."

"New York Times": "Armstrong unbeeindruckt."

"Boston Herald": "Der tiefe Fall von Armstrong ist schwindelerregend."

 

Großbritannien:

"The Times": "Dunkler Tag für ein gestürztes Idol: Am Ende verlor sogar Lance Armstrong, berühmt dafür, Krebs besiegt und die Tour mit der Rekordzahl von sieben Mal gewonnen zu haben, den Willen zu kämpfen."

"The Independent": "Armstrong in Trümmern. Tour de Farce. Wer nimmt jetzt Lances Titel?"

"The Daily Mirror": "Radfahren zum Verzweifeln. 'Legende' Lance fällt in Ungnade. Sport im Chaos. Wiggins wurde 2009 ein Podiumsplatz geraubt."

"The Sun": "Hero to Zero. Lance Armstrongs Ruf als Gigant in seinem Sport wurde völlig zerstört von einer erdrückenden Beweislage der Doping-Kriminalität."

"The Guardian": "Armstrongs Straße ins Verderben. Der Radsport liegt in Scherben nach Armstrongs Entscheidung."



Spanien:

"Marca": "Dass Lance Armstrong sich am Ende nicht mehr gegen die Doping-Vorwürfe verteidigen wollte, scheint berechtigt zu sein: Er war niemals bei einer Dopingkontrolle positiv getestet worden. Die von der US-Anti-Doping-Agentur USADA auferlegte Strafe basiert lediglich auf Erklärungen und Verdachtsäußerungen. Hintergrund ist ein Machtkampf zwischen Organen, die den Fall Armstrong in ein wahres Durcheinander verwandelt haben. Die USADA-Entscheidung dient nur dazu, die Situation zu verpesten."

"El Pais": "Das Erstaunlichste an der Sache ist im Grunde genommen, dass ein Mensch, der sich immer als ein geborener Kämpfer ausgezeichnet hat, jetzt den Kampf aufgibt. Er war außerdem ein intelligenter Kämpfer. Er wird für immer der Größte sein."

"El Mundo": "Erneut ist ein Meister im Sumpf des verdorbenen Radsports zerstört worden. Die Situation ist derartig grotesk, dass mehrere seiner Tour-Siege jenen Radfahrern anerkannt werden könnten, die wegen Doping bestraft worden sind, darunter Jan Ullrich und Ivan Basso."



Frankreich:

"Liberation": "Der Tag von Armstrongs Fall wird in die Geschichte des Sports eingehen als ein großer Sieg öffentlichen Einflusses gegen Doping. Aber diese Geschichte wurde ohne den Sport geschrieben. Wer wird den Mut haben, die Mauer des Schweigens zu brechen? Werden sie (die Sportler) eines Tages ihre eigene Story für sich reklamieren?"

"Le Figaro": "Ein besonders harter Aufprall. Vergessen sind 15 Jahre der Dominanz über das Hauptfeld, der König ist nackt."

"Le Parisien": "Armstrong wirft das Handtuch - und zieht einen Schlussstrich durch seine Erfolgsbilanz."

"Le Monde": "Dies ist ein unehrenhaftes Nachspiel für Armstrong, der trotz aller Dopingvorwürfe als einer der größten Meister der Geschichte des Radsports betrachtet wurde. Der Wahnsinn des Sieges um jeden Preis sollte gestoppt werden, bei Fahrern und Organisatoren ebenso wie bei Sponsoren."



Deutschland:

"Abendzeitung": "Er ist wieder abgehauen. Wie er es schon so oft gemacht hat, am Berg in den Alpen, in den Pyrenäen. Immer, wenn es darauf ankam, ist Lance Armstrong auf und davon gewesen. Weg ist er auch diesmal. Entwischt nicht den Radfahrern, sondern den Gerichten. Die hätten ihn sonst des Dopings überführt. Das war nicht mehr zu vermeiden. Nur wird dieser letzte Ausreißversuch, diese letzte Attacke dem langjährigen Rad-Dominator nichts mehr nützen. Lance Armstrong verliert alle sieben Tour-de-France-Titel . Den Doping-Vorwürfen kann der 40-Jährige nicht mehr davonradeln."

"Süddeutsche Zeitung": "Aufgeben, das war für Lance Armstrong nie ein Thema. Er ist mal von der Tour de Sarthe abreist, einer beschaulichen Frühjahrsrundfahrt durch Nordfrankreich. Wegen Magenschmerzen. Doch ansonsten hat er stets alles und jeden besiegt: im Krankenbett den Krebs, sämtliche Rivalen auf den Landstraßen des Radsports und vor Gericht diejenigen, die ihm seit vielen Jahren Doping unterstellten. Er verklagte sie dann ausdauernd mit seiner Armada von Anwälten. Doch jetzt gibt Armstrong tatsächlich auf, sein Weg ist zu Ende, und das Resultat ist niederschmetternd für ihn."

"Tagesspiegel": "Die Leere der Gewissheit - Der Fall Armstrong stürzt den Radsport in die Existenzkrise: Ihm gehen die Helden aus."



Schweiz:

"Neue Zürcher Zeitung": "Der tiefe Fall von Lance Armstrong - Er galt bis vor kurzem als Übermensch, nun gilt er als größter Sportbetrüger: Dass Lance Armstrong den Hodenkrebs besiegt, ehe er siebenmal die Tour de France gewinnt, macht ihn zum Auferstandenen. Auch darum fällt es vielen Menschen so schwer, ihn für seine Dopingvergehen zu verurteilen."

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