Lance Amstrong legt Doping-Geständnis ab

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Rad-Superstar Lance Armstrong hat in der Nacht auf Dienstag die Katze aus dem Sack gelassen!

Der US-Amerikaner legte in einem zweieinhalbstündigen Interview mit der Star-Moderatorin Oprah Winfrey angeblich ein Doping-Geständnis ab. Es ist das erste Mal seit der Aberkennung seiner Tourtitel, dass er sich zu Wort meldet.

Das Interview, welches in einem Hotel in Austin in der Nähe von Armstrongs Zuhause aufgezeichnet wurde, wird allerdings erst am Donnerstag im US-Kanal OWN ausgestrahlt sowie im Internet gestreamt wird.

"He came READY!"

Die Informationen beziehen sich auf einen Insider, der mit der Sendung gut vertraut sein soll und mit der Nachrichten-Agentur "AP" über das Doping-Geständnis gesprochen hat.

Winfrey twitterte kurz nach der Aufzeichnung, dass das Interview zweieinhalb Stunden gedauert hat und Armstrong sehr gut vorbereitet war. Mehr Details verriet sie allerdings noch nicht: "Just wrapped with @lancearmstrong More than 2 1/2 hours. He came READY!"

Schon vor dem Termin kündigte Armstrong an, dass er "ehrlich, direkt und aufrichtig" auf die Fragen von Oprah Winfrey antworten werde.

Der US-Sender "OWN", auf dem die Oprah-Winfrey-Show läuft, gab bisher kein Statement zu dem Interview ab.

Armstrong will Namen nennen

Laut einer Quelle von "ABC News" will Armstrong nun auch mit den Radsport-Verbänden reden und gegen zahlreiche mächtige Personen aussagen. Möglich, dass es dabei vor allem um seinen ehemaligen Rennstall US Postal gehen wird.

Gründe für den plötzlichen Sinneswandel des 41-Jährigen werden in der Hoffnung auf eine Reduktion seiner lebenslangen Sperre vermutet. In den vergangenen Jahren bestritt der siebenfache Tour-de-France-Sieger immer wieder vehement jegliche Doping-Vorwürfe gegen ihn und zog mehrmals vor Gericht.

"I'm sorry"

Laut "AP" soll Armstrong sich vor der Interview-Aufzeichnung bereits bei den Mitarbeitern seiner Krebsstiftung "Livestrong" entschuldigt haben.

Sollte Armstrong wirklich auspacken, drohen ihm weitreichende Konsequenzen.

Unter anderem hatte die australische Regierung des Bundesstaates South Australia angekündigt, mehrere Millionen Dollar Antrittsgage zurückzufordern.

Dieser Klage könnten viele weitere folgen, wegen Meineids droht ihm auch eine Gefängnisstrafe.

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