Was könnte Armstrong verlieren, wer gewinnt?

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Im Fall von Lance Armstrong drängen sich viele Fragen auf - konkrete Antworten auf die mögliche Aberkennung seiner Tour-de-France-Siege und ein eventuelles Nachrücken der zweitplatzierten Fahrer sind aber derzeit noch nicht möglich.

 

Verliert Lance Armstrong alle sieben Tour-de-France-Gesamtsiege, die er von 1999 bis 2005 eingefahren hat?

Wenn bei ihm die gleiche achtjährige Verjährungsfrist gilt wie bei dem geständigen dänischen Toursieger Bjarne Riis, dürfte nur sein letzter Erfolg in Gefahr sein. Nach seinem Doping-Geständnis im Jahr 2007 hatte der Tour-Organisator ASO Riis' Toursieg von 1996 aberkannt. Daraufhin intervenierte jedoch der Radsport-Weltverband (UCI) und machte die Verjährungsregel geltend. Riis, jetzt Teamchef von Saxo Bank, wird weiter als erster dänischer Tour-de-France-Sieger geführt.

 

Hat der Deutsche Jan Ullrich Chancen, nachträglich zum Toursieger von 2000, 2001 und 2003 erklärt zu werden, als er jeweils Zweiter hinter Armstrong war?

Sollten Armstrongs Toursiege dieser Jahre zur Disposition stehen, dürften die Chancen auf ein Aufrücken von Ullrich dennoch nur theoretisch vorhanden sein. Denn gegen Ullrich (Team Telekom/T-Mobile) wurde staatsanwaltschaftlich wegen Dopings ermittelt. Er wendete das drohende Verfahren jedoch durch Zahlung von hohen Geldbeträgen für wohltätige Zwecke ab. Derzeit bemüht sich die deutsche Anti-Doping-Agentur um die Ermittlungsunterlagen der Staatsanwaltschaft Freiburg über nachgewiesenes Doping durch damalige Teamärzte in der Universitätsklinik Freiburg.

 

Was wird mit Armstrongs Siegprämien?

Allein für seine Toursiege kassierte er in seinen sieben Erfolgsjahren insgesamt rund 3,5 Millionen Euro. Traditionell lassen die Toursieger dieses Geld in die Mannschaftskasse wandern. Es wird aufgeteilt zwischen allen Tour-Startern des Teams und den Betreuern. Armstrong hatte sich an diese Abmachung immer gehalten.

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