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Olympia-Trio beginnt finale London-Vorbereitung

Die Kunstturner Barbara Gasser und Fabian Leimlehner sowie die Rhythmische Gymnastin Caroline Weber befinden sich in der finalen Vorbereitung auf die Olympischen Spiele.

Die Qualifikation eines Trios für London erfüllt den Verband "mit Stolz", wie ÖFT-Präsident Friedrich Manseder am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Wien sagte.

War Weber bereits 2008 in Peking am Start (17.), so bedeuten die Teilnahmen von Gasser und Leimlehner die ersten für den heimischen Verband seit 48 beziehungsweise 52 Jahren.

"Nicht sinnlos Punkte verlieren"

Leimlehner platzierte sich kürzlich im EM-Mehrkampf in Montpellier sehr gut an der sechsten Stelle - und begab sich danach auf die Suche der kleinen Fehler, die zu Punkteabzügen führten.

"Der Mehrkampf war respektabel und ansehnlich. Ich muss aber nun schauen, was ich in der Feinarbeit und den Ausführungen noch verbessern kann. Ich möchte nicht sinnlos Punkte verlieren", erklärte der Wahl-Tiroler.

Ehrgeiziges Ziel für Olympia ist Platz 20. "Das ist aus realistischer Sicht hochgesteckt, aber wenn alles glatt läuft, zu erreichen."

Zähne zusammenbeißen

Während Leimlehner noch zwei bis drei Testwettkämpfe absolvieren wird, steht bei Gasser bis zum Wettkampf im Zeichen der Fünf Ringe Training in Kanada und Österreich auf dem Programm.

Ein Bänderriss im Daumen hat sie zuletzt behindert, weshalb sie bei der EM in Brüssel nur an zwei Geräten geturnt hat.

"Das wird vor Olympia nicht mehr heilen, da muss ich durchbeißen. Es wird aber kein Problem sein", meinte die seit ihrem 13. Lebensjahr in Sarnia in Kanada lebende Studentin.

Ihr Olympia-Ziel? "Eine souveräne Leistung und ein Punkterekord."

Tagesverfassung spielt mit

Weber landete bei der letztjährigen WM an der 15. Stelle - ein Resultat, das sie auch bei den Sommerspielen erreichen will.

"Das wäre super, wenn ich diesen Platz halten kann. Es wird natürlich auch auf die Tagesverfassung ankommen. Jeder Platz weiter vorne wäre sehr gut, aber auch sehr, sehr schwer zu erreichen."

Im EM-Mehrkampf am vergangenen Samstag in Nischnij Nowgorod wurde die Vorarlbergerin Elfte.

Auf der Startliste war sie zwischen zwei Russinnen eingebettet, was sie ein wenig verunsicherte. Für Olympia glaubt sie, dass sie auch in punkto Selbstsicherheit perfekt sein wird.

Bei Heim-EM 2013 wird Traum wahr

Auf Heimpublikum darf Weber vom 29. Juni bis 1. Juli beim Grand Prix in Hard hoffen, ihrem letzten Antreten vor Olympia, und auch im kommenden Jahr bei den Heim-Europameisterschaften in der Wiener Stadthalle (31. Mai bis 2. Juni 2013).

"Es ist ziemlich genial, dass ich eine Heim-EM noch als aktive Gymnastin erleben darf. Da geht ein Traum in Erfüllung", meinte die 26-Jährige.

Für 5.000 Zuschauer soll Platz geboten werden, mit diversen Aktionen will man für eine volle Halle sorgen.

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