Briten jubeln über erste Goldmedaillen

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Veranstalter Großbritannien hat sich am Mittwoch über die ersten beiden Goldmedaillen bei den Olympischen Sommerspielen in London freuen dürfen.

Topfavorit Bradley Wiggins ist im Einzelzeitfahren der Radprofis den hohen Erwartungen gerecht geworden. Zehn Tage nach seinem Sieg bei der Tour de France holte der 32-Jährige in der Heimat souverän Gold - zur Freude von Hunderttausenden Fans rund um den Hampton Court Palace.

Auch Rudererinnen lassen GB jubeln

"Es kann nicht mehr besser werden. So etwas werde ich nie wieder erleben", erklärte der Nationalheld angesichts der Stimmung wie in einem Fußball-Stadion. Mit seiner siebenten Olympia-Medaille - alle davor hatte er auf der Bahn geholt - avancierte Wiggins zum erfolgreichsten britischen Medaillensammler der Geschichte.

Mit viermal Gold, einmal Silber und zweimal Bronze übertraf der Radstar mit den markanten Koteletten die Ruder-Legende Steve Redgrave, die insgesamt sechs Medaillen geholt hatte, davon allerdings fünf in Gold.

Den Rudererinnen Helen Glover/Heather Stanning war es vergönnt, wenige Stunden vor Wiggins die erste Goldene für Großbritannien in London einzufahren. Das Duo triumphierte im Zweier ohne Steuerfrau.

Deutscher 8er bleibt ungeschlagen

In der Königsdisziplin, dem Männer-Achter, mussten sich die Briten mit Silber hinter Deutschland begnügen. Auch die britischen Fußballer waren erfolgreich, nach einem 1:0-Sieg gegen Uruguay treffen sie im Viertelfinale auf Südkorea.

Im olympischen Schwimmbecken gewann der US-Amerikaner Nathan Adrian über 100 m Kraul, die US-Frauen-Staffel den Bewerb über 4 x 200 m Kraul. Die Chinesin Jiao Liuyang siegte über 200 m Delfin, der Ungar Daniel Gyurta über 200 m Brust.

Den Turn-Mehrkampf der Männer gewann Topfavorit Kohei Uchimura. Der nur 1,60 m große und 53 kg schwere Japaner siegte vor Sensationsmann Marcel Nguyen, der mit Silber die erste Olympia-Medaille eines deutschen Mehrkämpfers seit 1936 holte.

Disqualifikation nach absichtlichen Niederlagen

Das Doppel-Turnier der Badminton-Frauen wurde zur Farce. Gleich acht Spielerinnen aus China, Südkorea und Indonesien wurden ausgeschlossen, da sie sich offenkundig bei ihren Matches um Niederlagen bemüht hatten, um im weiteren Turnier-Verlauf stärkeren Gegnerinnen aus dem Weg zu gehen.

Chinas Mannschaft akzeptierte den Ausschluss diskussionslos, die verzweifelten Proteste von Südkorea und Indonesien wurden zurückgewiesen.

Das Tischtennis-Finale der Frauen war eine rein chinesische Angelegenheit, Li Xiaoxia setzte sich gegen Ding Ning klar 4:1 durch. Unschlagbar scheinen auch Chinas Wasserspringer zu sein, sie entschieden auch den vierten Bewerb für sich. Qin Kai und Luo Yutong holten im Synchron-Bewerb der Männer vom Drei-Meter-Brett den Sieg.

China stockt Medaillenspiegel auf

Auch im Gewichtheben gab es Gold für China. Weltmeister Lu Xiaojun schaffte in der Kategorie bis 77 kg die Weltrekordlast von 379 kg im Zweikampf und steigerte zudem die Höchstmarke im Reißen auf 175 kg.

Nicht zuletzt deshalb haben die Chinesen im Medaillenspiegel die Nase vorne: 17 Mal Gold, 9 Mal Silber, 4 Mal Bronze. Die USA, der einzige ernsthafte Herausforderer der Chinesen, folgen auf Rang zwei (12/8/9).

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