Schrott sensationell - Kanutinnen wahren Chance

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Hürdensprinterin Beate Schrott hat am Dienstag für die bisher größte positive Überraschung aus rot-weiß-roter Sicht bei den Olympischen Sommerspielen in London gesorgt.

Die Niederösterreicherin lief in 12,83 Sekunden über 100 Meter Hürden sensationell ins Finale, wo sie schließlich Achte wurde.

Bis Donnerstag darf Österreich weiter auf die langersehnte Medaille hoffen. Dafür verantwortlich sind die Kanutinnen Yvonne Schuring und Viktoria Schwarz, die im Vorlauf und Halbfinale im Kajak-Zweier ihre Pflicht erfüllten.

Für Schrott geht Traum in Erfüllung

Schrott blieb im Halbfinale nur 1/100 Sekunde über dem von ihr gehaltenen nationalen Rekord.

"Es ist unglaublich, ich kann es nicht fassen. Ich habe mir Mitte des Laufes einfach gedacht, jetzt musst du noch mal alles geben", sagte die 24-Jährige, die eine sensationelle Aufholjagd startete und trotz der insgesamt elften Zeit im Halbfinale den fixen Aufstiegsplatz als Zweite ihres Rennens eroberte.

Im Finale lief Schrott bei leichtem Regen 13,07. "Ich bin dankbar, dass ich das erleben durfte. Ein Traum ist in Erfüllung gegangen", war sie aber auch über den Endlauf nicht enttäuscht.

"Wir haben keine Körner gespart"

Die Oberösterreicherinnen Schuring/Schwarz qualifizierten sich auf dem Eton Lake souverän für den Endlauf. "Es war hart, wir haben keine Körner gespart", gestand Schuring nach der fünftschnellsten Zeit über 500 Meter. "Wir sind praktisch bis an die Leistungsgrenze gegangen."

Am Ende standen 1:42,317 Minuten zu Buche, das bedeutete im zweiten Semifinale hinter den überraschend starken Chinesinnen Wu Yanan/Zhou Yu Rang zwei.

Die Zeiten der beiden Läufe lassen sich allerdings nur bedingt vergleichen, blies doch immer wieder böiger Seitenwind über den See im idyllischen Westen Londons.

Segler ohne Medaillen-Chance

Speerwerferin Elisabeth Eberl scheiterte erwartungsgemäß klar am Finale der besten zwölf. Platz 37 und nur 49,66 Meter waren für die von Knieschmerzen gehandicapte 24-jährige Steirerin aber doch eine Enttäuschung.

Das 470er-Duo Matthias Schmid/Florian Reichstädter segelte als Gesamt-Neunter zwar ins Medal Race der besten zehn, nach zwei 14. Plätzen vor Weymouth ist der Rückstand mit 32 Punkten auf das Podest aber zu groß.

Lara Vadlau/Eva-Maria Schimak rangieren vor den letzten zwei Wettfahrten nur an 20. und letzter Position.

Max-Theurer für Musikkür qualifiziert

Dressurreiterin Victoria Max-Theurer und Augustin qualifizierten sich für die Musikkür der besten 18 am Donnerstag. Die 26-jährige Oberösterreicherin erreichte mit ihrem Hengst 73,619 Prozentpunkte und damit Rang 17.

"Ich freue mich sehr, dass wir vor dieser Kulisse ein dritten Mal in das Viereck dürfen", war die 26-jährige Oberösterreicherin mit ihrem Auftritt im Greenwich Park zufrieden.

Giglmayer verpasst Ziel deutlich

Im Triathlon klappte es nicht mit der erhofften österreichischen Top-20-Platzierung. Nach Platz 48 durch Lisa Perterer wurde Andreas Giglmayr im Herren-Rennen 40. Wieder war der Rückstand nach dem Schwimmen zu groß.

Der 28-jährige Salzburger stieg nach 1,5 km Schwimmen mehr als zwei Minuten hinter der Spitze als 55. und Letzter auf das Rad. Bis ins Ziel machte er auf 40 Kilometer Radfahren und zehn Kilometer Laufen noch 15 Plätze gut.

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