Jukic lässt die 400 m Lagen sausen

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Der Wiener Dinko Jukic hat sich am Donnerstag für das Olympia-Rennen über 400 m Lagen streichen lassen.

Der 23-Jährige traf seine Entscheidung nach Rücksprache mit seinem Vater am Donnerstag kurz vor dem für die Nennungen entscheidenden "Technical Meeting".

Jukic begründete die Entscheidung damit, für seine Hauptstrecke 200 m Delfin keine Kraft verschwenden zu wollen. Damit wird am Samstag Birgit Koschischek über 100 m Delfin als erste aus dem OSV-Team im London-Einsatz sein.

Olympia ist kein Testgelände

Am Mittwoch hatte Dinko Jukic eher für die Variante plädiert, die 400 m Lagen nur über die Delfin- und eventuell die Kraulstrecke voll zu schwimmen, dazwischen über Rücken und Brust locker zu lassen.

Damit wollte der 23-Jährige für seine beiden Delfin-Bewerbe testen.

"Aber wir sind zur Entscheidung gekommen, dazu sind die Olympischen Spiele nicht da." Der Entschluss dazu sei letztlich von seinem Trainervater Zeljko Jukic getragen. "Er ist ja der Trainer", sagte Jukic junior.

Hoher Laktatwert

Seine bis zum Ende der Spiele auch als ORF-Schwimm-Expertin in London weilende Schwester Mirna Jukic betonte, dass die Kraft-Komponente nicht zu unterschätzen sei.

"Dinko geht mit dem Laktat immer ziemlich hoch, nach 400 m Lagen spürt er das dann schon einmal einen Tag sehr stark."

Dinko Jukic sprach daher auch davon, dass es um eine gewisse Kraft ginge, die es einzusparen gelte. "Vielleicht habe ich dann mehr Reserven und kann im 200-m-Finale meine beste Zeit zeigen."

"Als Stressabbau"

Viele andere Top-Schwimmer über 200 m Delfin würden schon über 400 m Lagen antreten, müssten die kraftraubende Strecke bei einem Finaleinzug sogar zweimal bestreiten.

Bis zur langen Delfinstrecke sind es dann zweieinhalb Tage.

"Das muss jeder für sich selbst entscheiden", sagte der SC-Austria-Wien-Athlet. Für manche würde es vielleicht auch zum Stressabbau dienen. Jukic selbst fühlt sich gut vorbereitet.

"Ich habe zuletzt beim Training in Rijeka noch ein, zwei Stufen höher schalten können."

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