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Keine EM-Medaille auf Biegen und Brechen

Nach den zwei Weltcupstationen in Poznan (Posen) und Duisburg haben Österreichs Flachwasser-Kanutinnen Yvonne Schuring/Viktoria Schwarz jeweils das volle Programm bestritten.

Sie erreichten bei ihren Antreten über 200, 500 und 1.000 m durchwegs Ränge unter den besten sieben, auf der längsten Distanz waren es sogar ein Sieg und ein zweiter Platz.

Bei den Europameisterschaften von Freitag bis Sonntag in Zagreb konzentrieren sich die Olympiateilnehmerinnen auf die zwei kürzeren Strecken.

Logische Favoriten

Die Neunten der Spiele 2008 in Peking haben die Saisonplanung voll auf London ausgerichtet, sie wurden vergangenen August in Szeged Weltmeisterinnen und zählen deshalb natürlich zum Favoritenkreis.

"Das Ziel im Frühjahr war, möglichst viele Starts zu machen und Rennpraxis zu bekommen. Der Sieg über 1.000 m war toll, aber über 500 m kommt das große Rennen erst in London", sagte Sportkoordinator Günther Briedl.

Angeschwollene Hand

Die Plätze sieben und sechs auf der olympischen 500-m-Distanz sind auch in dem Licht zu betrachten, dass der enge Zeitplan kaum Zeit zum Verschnaufen brachte.

"Wenn nur 17 Minuten dazwischenliegen, weiß man, dass man die Leistung nicht so abrufen kann. Bei der EM konzentrieren sie sich auf zwei Rennen, der Zeitplan ist anders, da sind sie ausgerastet", meinte Briedl.

Das Training von Schwarz war zuletzt wegen einer geschwollenen Hand etwas eingeschränkt, das Problem sollte auskuriert sein.

Medaille kein Muss

Hinsichtlich Erwartungen für die EM hält sich Briedl mit Prognosen zurück.

"Ich möchte so viel Druck wie möglich von den Mädels nehmen. Lassen wir uns überraschen und sehen, was rauskommt. Es ist alles ausgerichtet auf London, es macht auch nicht so großen Sinn, großartig auf etwas hin periodisieren. Nach zwei Weltcups ist die EM jetzt der nächste wichtige Event. Wir fahren nicht zur EM, um auf Biegen und Brechen eine Medaille zu gewinnen. Es geht darum, einen Rhythmus zu finden."

Auf der Warteliste

Neben dem Kajak-Zweier der Damen ist noch der K2 mit Alexander Wecht/Erwin Trummer am Start, im Kajak-Einer treten Ana Roxana Lehaci und Krisztina Bedöcs an.

Lehaci hofft noch darauf, einen Olympia-Startplatz zu bekommen, sie befindet sich auf der Warteliste. Eine Entscheidung fällt diese Woche.

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