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Rohregger zweifelt Olympia-Nichtnominierung an

Thomas Rohregger zeigt sich von der Entscheidung des ÖRV, die Sprinter Bernhard Eisel und Daniel Schorn für die Olympischen Spiele 2012 zu nominieren, enttäuscht.

In einer ersten Stellungnahme zieht er auch die Gründe seiner Nichtberücksichtigung in Zweifel.

"Ohne verbittert wirken zu wollen, kann ich diese Entscheidung nicht nachvollziehen. Sie stützt sich auf die subjektive Meinung des ÖRV-Nationaltrainers, wonach die Strecke zu leicht für mich sei."

Unzureichende Quellen

Für Rohregger ist die Quelle dieser Annahme unzureichend: "Diese Erkenntnis bezieht der ÖRV-Nationaltrainer nicht etwa aus der persönlichen Besichtigung der Strecke in London – eine solche hat es nie gegeben – sondern über  zwei englische Radsportseiten und aus einer  Aussage des deutschen Sprinters Andre Greipel, der den Olympiakurs als Strecke für "bergfeste Sprinter" bezeichnet hatte. "

"Andere Nationen denken da anders, denn der hügelige 250 km lange Kurs wird laut Cancellaras Schweizer Nationalcoach Luca Guercilnea unterschätzt", hat der 29-Jährige in seinen Ansichten namhafte Unterstützer.

Laut dem Kramsacher muss es nicht zwingend zu einem Massensprint kommen: "Nicht alle Nationen rechnen mit einem Massensprint, daher ist es für mich auch nicht nachvollziehbar, warum der ÖRV Nationaltrainer das Rennen mit zwei Sprintern beschickt, und sich daher nur auf das Szenario Massensprint fokussiert und festlegt."

Enttäuschung über Art und Weise

Auch die Art und Weise, in der er von seiner Nichtberücksichtigung erfuhr, war dem Vierten der Vorjahres-Ö-Tour ein Dorn im Auge.

"Mich hat es auch verwundert, dass ich  durch einen Anruf eines Journalisten von meiner Nichtnominierung erfahren habe. Erst kurze Zeit später wurde ich vom ÖRV persönlich informiert."

Wie tief der Stachel sitzt, zeigt die mögliche Konsequenz: "Ich werde es mir sehr gut überlegen, ob ich in Zukunft noch Rennen für den ÖRV bestreite.  Nochmals: Ich bin nicht verbittert, sondern nur über die Art und Weise der Nichtselektion verwundert und enttäuscht."

Fokus auf Ö-Tour

Das Sportler-Leben geht für den Rad-Profi aber auch ohne Olympia weiter.

Nachdem er am Mittwoch außer Konkurrenz beim Hillclimb in Brixen im Thale antritt, folgt ab Sonntag die Ö-Tour in Innsbruck.

"Meine volle Konzentration gilt jetzt der Österreich-Rundfahr, bei der ich mit meinem Radioshack Nissan Trek Team im Einsatz sein werde."

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