49er-Steuermann Delle Karth sieht Medaillenchancen

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Das 49er-Duo Nico Delle Karth/Niko Resch geht nach dem Vorwind der vergangenen Tage und dem siebenten Zwischenrang zuversichtlich in die vier noch ausständigen Wettfahrten bei der olympischen Segelregatta vor Weymouth.

"Wir müssen nicht großartig was verändern, die Performance passt. Wir müssen nur einmal einer Wettfahrt unseren Stempel aufdrücken, dazu müssen wir uns von Start weg in die Position bringen", sagte Steuermann Delle Karth.

Nach 11 von 15 Wettfahrten haben Delle Karth\/Resch zwar 38 Punkte Rückstand auf die führenden Australier Nathan Outteridge/Iain Jensen, aber nur 14 auf die drittplatzierten Finnen Lauri Lehtinen/Kalle Bask.

Optimismus dank Unberechenbarkeit

"Es ist noch alles drinnen, man muss sich nur die einzelnen Wettfahrten anschauen. Die Briten sind das beste Beispiel. Sie segeln an einem Tag auf die Plätze 1 und 1, und am nächsten auf 17, 4, 20."

"Es liegt alles so eng beieinander, es kann in alle Richtungen gehen, wir bemühen uns natürlich nach vorne. Im Medal Race ist alles möglich", sagte Delle Karth zur APA.

Der Start ist für Delle Karth/Resch das Um und Auf. Kommen sie gut weg, können sie selbst agieren, geht es schlecht los, nur noch reagieren.

"Schlechter Start macht Leben schwer"

"Wir hatten noch keine Wettfahrt erwischt, in der wir von Anfang bis Ende so segeln konnten, wie wir wollten. Ein schlechter Start macht uns das Leben sehr schwer, dann müsste es schon gewaltig laufen."

Wenn man erstmal im Pulk drinnen stecke, sei es schwer, sich frei zu segeln. "Nach einem schlechten Start ist bei dieser Dichte ein Top-Ten-Platz nicht mehr möglich."

Für die zweifachen Gesamtweltcupsieger ist die Regatta bisher noch nicht nach Wunsch verlaufen ("Wir haben auch einige Fehler eingebaut"), Frust ließen sie nach schlechten Resultaten aber nicht aufkommen.

Bald der erste Sieg?

"Wir sind ganz knapp dran, eine Wettfahrt gewinnen zu können. Natürlich ist man nach einer verpassten Chance niedergeschlagen. Aber wir sind lange genug dabei, um zu wissen, dass alles passieren kann und wir das aufholen können", meinte der 28-jährige Tiroler Delle Karth.

Körperlich ist die Olympia-Regatta für die "Nickos" dank guter Vorbereitung leicht zu bewältigen, geistig ist es aber eine Herausforderung.

Zwei statt drei Wettfahrten täglich

"Es dauert lange, wir segeln fast immer nur zwei Wettfahrten am Tag, im Weltcup und bei der WM sind es immer drei. Und die Art und Weise, wie die Rennen verlaufen, geht auf die Substanz. Aber es sind geile Wettfahrten, weil sie so abwechslungsreich sind, aber auch zäh. Jede Entscheidung kann extrem viel kosten, wenn sie falsch war."

Nach dem Ruhetag geht es am Sonntag auf dem Westkurs weiter. "Da sollte es ein bisserl ruhiger zugehen, es ist ein längerer Kurs. Wir gehen gleich rein wie zuletzt, wir werden von der ersten Sekunde an voll da sein."

Die Bedingungen seien im übrigen wie erwartet. "Auf dem Nordkurs ist es sehr drehend und böig. Auf dem inneren Kurs ist es sehr offen, da kannst du nicht sagen, es geht über links oder rechts. Es kann dreimal wechseln. Das ist sehr spannend."

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