Musikkür mit Max-Theurer

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"Zweier buchstäblich in die Hose gegangen"

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Eine gegenüber dem Grand Prix deutlich verbesserte Leistung hat die österreichische Dressurreiterin Victoria Max-Theurer mit ihrem Hengst Augustin in das Finale bei den olympischen Spielen in London gehievt.

Im Grand Prix Special erreichte das rot-weiß-rote Duo am Dienstag 73,619 Prozentpunkte und kam mit Platz 17 in die Musikkür der besten 18 am Donnerstag, in der es um die Medaillen geht.

Mannschafts-Edelmetall wurde bereits vergeben, Großbritannien setzte sich vor Deutschland und den Niederlanden durch.

"Wirklich sehr zufrieden"

Damit wird Max-Theurer ihre bisher beste Olympia-Platzierung erreichen, zuvor war sie 2004 in Athen 20. und 2008 in Hongkong 27.

"Ich bin wirklich sehr zufrieden. Er hat sich heute deutlich wohler gefühlt. Wir hatten einen Fehler beim Zweier, aber da musste er misten, das ist buchstäblich in die Hose gegangen", sagte die Oberösterreicherin.

Eine weitere Unstimmigkeit nahm sie auf ihre Kappe: "Da hätte ich ihm deutlicher zeigen sollen, was ich meine. Super waren Traversalen, Galopp, dazu eine schöne Haltparade."

Selbstbewusst, aber nicht spritzig genug

Im Grand Prix hatte Augustin von den großen Zuschauertribünen noch etwas eingeschüchtert gewirkt, in der zweiten Prüfung trat er viel selbstbewusster auf.

"Ein bisschen spritziger könnte er sein. Aber wir sind jetzt schon so lange da und es zieht sich über so viel Tage hin, da ist das eh verständlich. Und dafür war er eh auf Zack", erklärte die 26-Jährige.

"Ich freue mich sehr, dass wir vor dieser Kulisse ein drittes Mal in das Viereck dürfen. Da wollen wir noch einmal was Gutes zeigen."

Mit Westlife in die Musikkür

Bei der Musikauswahl ging sie auf Nummer sicher, heißt es bei "You raise me up" der irischen Boygroup Westlife doch frei interpretiert: "Ich bin stark, wenn du mich auf deinen Schultern trägst."

Dazu Max-Theurer: "Das Lied passt einfach super zu ihm."

Trainer voll des Lobes

Große Freude mit der Darbietung hatte auch der neue Trainer Wolfram Wittig, der lange Jahre mit dem deutschen Superstar Isabell Werth zusammenarbeitete.

"Ein bisschen beeindruckt war Augustin schon noch, aber ich bin wirklich sehr zufrieden", meinte er.

"Es hat ein Zeiterl gedauert, aber irgendwann haben wir ihn dann gefragt, ob er es macht. Wir wollten ja auch nicht, dass er noch drei Konkurrenten mittrainiert, sondern frei ist. Irgendwann war es dann soweit", sagte Elisabeth Max-Theurer, die Mutter von Victoria, Präsidentin des Österreichischen Verbandes und Olympiasiegerin von 1980 zur Zusammenarbeit mit Wittig.

Deutsche Serie gerissen

Im Teambewerb riss eine Gold-Serie, seit dem Silber von München 1972 hatte die deutsche Equipe bei jedem Olympia-Start den Titel gewonnen.

Im königlichen Park von Greenwich setzte sich das Team aus dem Gastgeberland durch.

In der Einzelwertung des Grand Prix Special erreichte die Britin Charlotte Dujardin auf Valegro mit 83,286 die beste Wertung, in der Mannschaft jubelten mit ihr Laura Bechtolsheimer und Carl Hester.

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