Schüchtern in die nächste Runde

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Voglsang: "Das letzte Bisserl hat gefehlt"

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Fürs Erste hat Hengst Augustin seine Sache gut gemacht, im Grand Prix Special am Dienstag allerdings wird ihn Dressurreiterin Victoria Max-Theuer noch etwas mehr aus der Reserve locken müssen.

Das Duo aus Oberösterreich erreichte am Freitag bei den Olympischen Spielen in London im Grand Prix 73,267 Prozentpunkte und kam auf den 17. Rang. Ausgeschieden ist hingegen als 34. Renate Voglsang mit Fabriano mit einem Score von 69,635.

"In die Hose gegangen"

"Ich bin nicht unzufrieden, er hat viele schöne Sachen gemacht wie die Pirouetten", sagte die 26-jährige Max-Theurer.

Ein Fehler schlich sich aber in den Einerwechsel (fliegende Galoppwechsel).

"Das ist in die Hose gegangen", sagte die Reiterin von Schloss Achleiten, die einen etwas "schüchternen" Augustin beobachtete.

"Ich habe geschaut, dass ich ihm Sicherheit gebe und ihn bei Laune halte. Er hätte insgesamt mutiger sein können."

Lob vom Trainer

Das volle Stadion im königlichen Greenwich Park bot eine beeindruckende Kulisse. Während Max-Theurer aber "zu sehr mit der Prüfung beschäftigt war", um sich umzusehen, hatte Augustin die Chance, sich an die Umgebung zu gewöhnen.

Das ist wichtig für den nächsten Teilbewerb.

"Vicki ist sehr gut geritten, das Pferd war überrascht von der Atmosphäre. Es war sehr vernünftig, ihn nicht zu überreiten, denn dann bekommt er Bammel. Und das wäre das Schlimmste, das passieren kann", meinte Trainer Wolfram Wittig.

Videostudium

In den kommenden Tagen wird sich Max-Theurer mit Augustin nun auf einem Nebenplatz auf den Grand Prix Special vorbereiten, zuvor steht aber auch Videostudium mit Wittig auf dem Programm.

"Ich danke ihm, wie er mich eingestellt und auf heute vorbereitet hat", meinte die Tochter von Dressur-Olympiasiegerin und Verbandspräsidentin Elisabeth Max-Theurer, die mit Ehemann Hans unter den Zuschauern war.

Wittig ist auch überzeugt davon, dass "das nächste Ergebnis" seines Schützlings deutlich höher ausfallen wird.

"Das letzte Bisserl hat gefehlt"

Bereits die Heimreise antreten müssen hingegen Voglsang und Fabriano. Beim Abreiten war der 13-jährige Westfale noch ganz locker, im Viereck lag er seiner Reiterin etwas zu stark in der Hand.

"Es hat dann bei vielen Übungen das letzte Bisserl gefehlt", erzählte die Pferdewirtschaftsmeisterin. Sie sei nicht nervös gewesen und habe sich gut auf den Bewerb konzentrieren können.

"Erst auf der letzten Geraden habe ich aufgeschaut. Die Kulisse ist schon beeindruckend", meinte die 41-Jährige.

Briten dominieren

In der Einzelwertung führt die Britin Charlotte Dujardin mit Valegro (83,663) vor der Niederländerin Adeline Cornelissen mit Parzival (81,687) und der Deutschen Helen Langehanenberg mit Damon Hill (81,140).

Im Kampf um Team-Gold ist ebenfalls Großbritannien in der Pole Position, es folgen Deutschland und die Niederlande.

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