So sehen (hoffentlich) Sieger aus

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In den Farben Rot, Dunkelblau, Schwarz, Weiß und Beige werden sich Österreichs Sportler im Sommer bei den Olympischen Spielen (27.7. bis 12.8.) und Paralympischen Spielen (29.8. bis 9.9.) präsentieren.

Der London-Look der Alpenrepublik ist klassisch, modern und funktionell, auf Schnörkel und große farbliche Spielereien wurde verzichtet.

Ebenso wie auf Röcke für die Frauen oder Schuhe mit höheren Absätzen. Insgesamt 55 Stücke im Verkaufswert von 4.000 Euro bekommt jeder Aktive, in Summe kostet die Ausstattung knapp 800.000 Euro.

Hohe Qualität gefragt

Vorgabe des Österreichischen Olympischen Komitees (ÖOC) und des Österreichischen Paralympischen Komitees (ÖPC) war, dass es sich um hochqualitative Produkte handelt.

Erima liefert die gesamte Sport-und Trainingsbekleidung, das Festgewand kommt von Schneiders Salzburg, Schuhe von Sioux und Salomon, Adelsberger stellt u.a. Jeans und Handtasche bereit, Spirig den Sonnenschutz, Oakley die Brille dazu, Samsung ein Smartphone, Procter&Gamble Körperpflege- und Peeroton Sporternährungsprodukte.

"Haben sehr gut verhandelt"

ÖOC-Generalsekretär Peter Mennel war es ein großes Anliegen, dass die Sportlerinnen und Sportler in hochwertigen Materialien gehüllt sind und sich auch wohlfühlen.

"Das ist uns hervorragend gelungen", sagte er am Freitag bei der offiziellen Präsentation der Ausstattung, die ob des unbeständigen Wetters am Donaukanal unter Deck stattfand.

Ein Vorgeschmack auf London, deshalb kommen auch Softshell, ein kompletter Regenanzug und eine dem englischen Trenchcoat nachempfundene Ausgehjacke (Dunkelblau für Damen, Rot für Herren) in die olympische Sporttasche.

Laut Mennel kostet dem ÖOC die Ausstattung "einen Bruchteil" vom Verkaufswert. "Wir haben sehr gut verhandelt."

Rot und blau

Bei den sportlichen Outfits dominieren die Farben Schwarz (Hosen) und Weiß (Shirts), Rot setzt nur dezent Akzente.

Bei der Verabschiedung durch den Bundespräsidenten und dem Einmarsch der Nationen bei der Eröffnungsfeier im Olympiastadion tragen die Damen rote Blazerjacken über weiße Blusen, die Herren eine sportliche Interpretation einer blauen Saharienne mit Stehkragen über einem weißen Hemd.

Kombiniert wird jeweils mit einer beigen Five-Pocket-Hose und flachen schwarzen Schuhen. Das Heimatland wird repräsentiert durch das aus der Tracht bekannte Paspelknopfloch am Revers des Blazers und (innenseitige) Kordelaufhänger in Rot-Weiß-Rot.

Hält sogar Schwaiger-Waschgänge aus

Dass es bei diesen Spielen anders als zuletzt für die Frauen keine Röcke gibt, stört Dressurreiterin Victoria Max-Theurer nicht. "Ich bin eh eher der Hosentyp, mir gefällt es", sagte die Oberösterreicherin, die sich als Model wie auch Turner Fabian Leimlehner in Festkleidung in Schale warf.

"Wir setzen halt überall auf Gleichstellung", sagte ÖOC-Präsident Karl Stoss mit einem Schmunzeln. Die Beachvolleyball-Schwestern Doris und Stefanie Schwaiger sowie Ringer Amer Hrustanovic zeigten in Sportkleidung ihre fitten Körper.

Die Erima-erprobte Doris Schwaiger meinte: "Es trägt sich sehr bequem und schaut gut aus. Und hält auch meine Waschgänge aus."

Hoffen auf 70 Athleten

Laut aktuellem Stand sind 55 Österreicher qualifiziert, mit 26 Damen und 29 Herren halten sich die beiden Geschlechter fast die Waage.

Stoss hofft noch auf eine Gesamtzahl von rund 70 Athleten, der Qualifikationszeitraum geht noch bis bis 6. Juli.

Bei den Paralympics werden laut ÖPC-Präsidentin Maria Rauch-Kallat 32 oder 33 Österreicher teilnehmen. Als Models standen am Freitag Sabine Weber-Treiber (Schwimmen), Wolfgang Eibeck (Radsport) und Thomas Geierspichler (Leichtathletik) zur Verfügung.

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