Rudishas Weltrekord als Highlight

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Als Highlight vor dem Highlight hat David Rudisha am Donnerstagabend den ersten Leichtathletik-Weltrekord bei den Olympischen Spielen in London aufgestellt.

Der Kenianer verbesserte vor dem erwarteten 200-m-Supersprint im 800-m-Finale mit einem grandiosen Sololauf ab Hälfte der Distanz die von ihm seit 2010 gehaltene Bestmarke um eine zehntel Sekunde auf 1:40,91 Minuten.

Im Zehnkampf ist Weltrekordler Ashton Eaton aus den USA nun auch Olympiasieger, er kam auf 8.869 Punkte.

"Hatte keine Zweifel"

Weltmeister und Weltrekordler Rudisha vervollständigte seine Sammlung großer Titel, hinter ihm durfte sich der 18-jährige Nijel Amos aus Botswana über den Junioren-Weltrekord von 1:41,73 freuen, Dritter wurde mit Timothy Kitum ein weiterer Kenianer.

"Darauf habe ich lange gewartet. Hierherzukommen und den Weltrekord mitzunehmen, ist unglaublich. Ich hatte keine Zweifel daran, zu gewinnen", sagte Rudisha, der gut mit dem London-Olympia-Chef und Ex-Weltrekordler Sebastian Coe befreundet ist.

"Ich wollte ihn stolz machen", sagte Rudisha, der mit Coe bereits im Februar einmal eine Stadionrunde gedreht hatte. Liest man die Reaktion von Coe, der sich das Rennen auf der Ehrentribüne angesehen hat, tat er dies auch.

"Das war einfach eine unglaubliche Vorstellung. Rudishas Lauf wird in die Geschichte eingehen. Ich fühle mich privilegiert, Zeuge eines der größten olympischen Siege zu sein."

Eaton mit Favoritensieg

Der 24-jährige Mehrkämpfer Eaton triumphierte mit 198 Punkten Vorsprung auf seinen Landsmann und zweifachen Weltmeister Trey Hardee, Bronze ging an den Kubaner Leonel Suarez. Eaton kam bis auf 170 Zähler an den bei den US-Trials in Eugene (Oregon) fixierten Weltrekord von 9.039 Punkten heran.

US-Weltmeister Christian Taylor setzte sich im Dreisprung in der Jahresweltbestleistung von 17,81 Metern vor seinem Landsmann Will Claye (17,62) und dem Italiener Fabrizio Donato (17,48) durch.

Der höchst dekorierte Speerwurf-Titel ging an die tschechische Weltrekordlerin Barbora Spotakova, die mit 69,55 Metern die Deutschen Christina Obergföll (65,16) und Linda Stahl (64,91) hinter sich ließ.

Die heroischste Leistung des Tages lieferte US-Startläufer Manteo Mitchell in der 4 x 400-Meter-Staffel. "Als ich den ersten Schritt nach der 200-Meter-Markierung gemacht habe, habe ich gemerkt, dass es brach. Ich wollte die drei anderen Jungs im Team nicht im Stich lassen, also bin ich weitergelaufen. Es tat so weh", sagte Mitchell nach einem erlittenen Wadenbeinbruch. In 2:58,87 Minuten lief das amerikanische Quartett im Vorlauf die zweitbeste Zeit.

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