Sightseeing im Marathon?

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Mayr im Marathon zum Sightseeing "verdammt"

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Auch der britische Langstreckenläufer Mo Farah hat den Marathon-Kurs bei den Olympischen Spielen in London auf Pflasterstein und Kurve getestet.

Und dabei hatte er viel zu tun, denn an Tücken hat der Lauf über 42,195 Kilometer einiges zu bieten.

"Wir machen hier eine richtige Sightseeing-Tour. Vor allem am zweiten Teil der großen Schleife muss man ziemlich aufpassen", sagte Andrea Mayr, die am Sonntag für Österreich im Damen-Rennen an den Start gehen wird.

Hauptattraktion Buckingham Palace

Start und Ziel des Marathons ist auf der Prachtstraße "Mall" beim Buckingham Palace. Nach einer keinen Extraschleife geht es auf einen Rundkurs, der dreimal zu bewältigen ist.

Athletinnen und Zuschauer bekommen vieles zu sehen, führt der Weg doch über den Trafalgar Square, bietet Blick auf das Riesenrad "London Eye", den Glockenturm Big Ben und dem Parlament.

Entlang der Themse erreichen die Läufer St. Paul's Cathedral, den Finanzdistrikt und die "Gurke. Der Tower of London ist der Wendepunkt.

Mayr kennt Strecke bereits

Mayr, seit 19. April 2009 in Wien österreichischen Marathonrekordhalterin mit 2:30:43 Stunden, hat die Strecke am Donnerstag besichtigt.

"Der Teil an der Themse ist flach und gerade. Um den Buckingham Palace und den Park herum ist es auch schön zu laufen, es sind wenig Höhenmeter. Rund um den Tower machen wir aber eine Sightseeingtour. Hinein in die kleine Gasse und wieder hinaus, viele Ecken und Kanten. Kopfsteinpflaster, kleine Anstiege und Pfosten stehen im Weg", schilderte Mayr der APA.

Aber anstrengender als hundert Prozent könne es eh nicht werden, meinte die 33-jährige Oberösterreicherin. "Es wird maximal langsamer durch die vielen Kurven. Das wirkt sich natürlich auf die Zeit aus."

Stimmung statt Rekorden

Deshalb steht für sie fest. "Das ist sicher keine Rekordstrecke, aber von der Stimmung her wird es sicher gut sein. Und es sind ja für jeden die gleichen Bedingungen."

Über die Taktik hat sich Mayr natürlich schon Gedanken gemacht, sie kam zu dem Schluss: "Ich muss total flexibel bleiben. Ich habe zwei Zeittabellen im Kopf. Eine mit einer Kilometerzeit von 3:35, eine von 3:40. Wenn eine Gruppe vor mir ist, die schneller läuft, werde ich versuchen mitzulaufen und nicht mein eigenes Tempo gehen. Aber ich darf mich nicht verleiten lassen. Fünf Sekunden schneller geht nicht mehr - auch nicht in einer Gruppe."

Falls es nicht anders gehe, werde sie auch alleine laufen "Natürlich ist es aber in der Gruppe leichter. In der Startliste sind relativ viele Mädels mit einer Bestzeit in meinem Bereich. Deswegen ist es eher unwahrscheinlich, dass ich völlig alleine auf weiter Flur daherkomme." Die blaue Ideallinie wird Sonntag in den frühen Morgenstunden gezogen.

Probleme im Höhentrainingslager

Mitte Juni gewann sie die österreichischen Berglauf-Staatsmeisterschaften in St. Margareten im Rosental, danach begab sie sich bis 21. Juli ins Höhentrainingslager nach St. Moritz.

"In der zweiten Woche ging es mir nicht so gut, da hatte ich eine Magen-Darmerkrankung. Da hatte ich das Gefühl, mir läuft die Zeit davon. Es ist mir ziemlich auf den Geist gegangen, weil es länger gedauert hat. Danach war es aber super, die Form ist so angestiegen, dass ich zufrieden sein muss."

Noch ein Wunsch fürs Rennen: "Kühl und bewölkter Himmel."

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