Nur beim Einwerfen "geflutscht"

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Diskus-Riese Mayer verpasst das Konzert der Großen

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„Glücklich bin ich natürlich nicht!“ Diskuswerfer Gerhard Mayer hätte bei seinen zweiten Olympischen Spielen gerne mehr gezeigt.

Denn mit einer Weite von 60,81 m verpasste er das Finale der besten Zwölf als 24. unter 41 Teilnehmern doch klar und deutlich.

Dabei hatte er sich beim Einwerfen noch gut und locker gefühlt.

„Da ist es richtig geflutscht, leider ist es im Wettkampf dann nicht gut gegangen. Vielleicht wollte ich zu viel.“

Rückenlage statt Druck nach vorne

Vor seinem ersten Versuch hatte es leicht zu nieseln begonnen, weshalb Mayer die Risiko-Karte ausspielte.

„Ich habe gedacht, dass es meine einzige Chance ist. Das hat den Druck irrsinnig erhöht.“

Der Wurf an sich, analysiert der Niederösterreicher, hätte aber gepasst, wäre er nicht in Rückenlage gekommen.

„Mit etwas mehr Druck nach vorne wäre es eine gute Weite geworden.“

"Stärkstes Finale aller Zeiten"

Dass es mit dem Finale der besten zwölf Diskuswerfer sehr schwer werden würde, war dem 31-Jährigen schon vorher bewusst.

Unmöglich war es aber nicht, wenngleich er vom hohen Niveau im Wettkampf dann doch überrascht war, wie Mayer im Gespräch mit LAOLA1 verrät.

„Das ist sicher das stärkste Finale, das es bis jetzt gegeben hat. Die Dichte ist enorm, im Vergleich zu Peking vor vier Jahren sind nur Leute dazu gekommen.“

Mehr Aufmerksamkeit geht nicht

An seinem Favoriten für die Goldmedaille hat sich nichts geändert: „Ich tippe weiter auf Robert Harting, der ist einfach eine Klasse für sich“, glaubt der Diskuswerfer vom SV Schwechat, dass der deutsche Welt- und Europameister seine Medaillensammlung um Olympia-Gold erweitert.

Beim Finale am Dienstag – LIVE bei LAOLA1 - wird Gerhard Mayer auf einem der Athleten-Sessel Platz nehmen und einer von 80.000 Zuschauer sein, die Stimmung machen.

Er selbst konnte die gute Stimmung nur teilweise genießen. „So viel Aufmerksamkeit habe ich noch nie bekommen, schon gar nicht in einer Quali. Aber mit einer größeren Weite wäre es sicher mehr Genuss gewesen.“

Vorfreude auf "Gugl-Games"

Ein weiteres „Genuss-Projekt“ wartet nach der Rückkehr von den Olympischen Spielen auf das großgewachsene Muskelpaket.

Am 20. August wird Mayer gemeinsam mit zahlreichen anderen Hochkarätern bei den „Gugl Games“ in Linz starten.

„Es ist schön, dass wir wieder so ein großes Meeting in Österreich haben!“ Glücklich sein hat eben viele Facetten.

 

Stephan Schwabl

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