US-Sprinter räumen ab

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USA räumen ab, Jamaika dominiert 200m-Semis

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Usain Bolt hat sich seinem Ziel, zur Legende zu werden, bis auf 200 Meter genähert.

Mit Gold über die halbe Stadionrunde bei den Olympischen Spielen in London am Donnerstagabend (21.55 Uhr MESZ) wäre der Jamaikaner der erste Sprinter der Geschichte, der zweimal en suite den Doppelpack über 100 und 200 m realisiert.

Drei der vier Leichtathletik-Goldmedaillen gingen am Mittwoch dank Allyson Felix (200 m), Aries Merritt (110 m Hürden) und Brittney Reese (Weitsprung) an die USA, die Russin Natalja Antjuch gewann die 400 m Hürden.

Blake mit Kampfansage

Im Halbfinale stellte der Jamaikaner Yohan Blake in seinem Lauf mit 20,01 Sekunden die Topzeit aller 24 Semifinalisten auf, nur 1/100 Sekunde vor Wallace Spearmon (USA) und eine weitere vor Christophe Lemaitre (FRA).

Weltrekordler Bolt ging es kraftsparender an, siegte in 20,18, der Niederländer Churandy Martina in 20,17. "Mein Ziel war, mich zu qualifizieren, ohne zu viel Energie zu verlieren. Ich habe keinen Zweifel daran, im Finale zu gewinnen, das ist meine Lieblingsstrecke", erklärte Bolt.

"Das Rennen war ein Spaziergang im Park. Ich habe hart gearbeitet. Alles was ich tun musste, war gut wegkommen", schickte Blake eine Kampfansage an Bolt. Um Bronze streiten auch zwei Europäer mit.

Für diese eine Medaillenchance hatte Lemaitre auf ein Antreten im Kurzsprint verzichtet, zu aussichtslos war dort das Unterfangen, unter die Top Drei zu kommen.

Über 200 m sieht es freilich anders aus. "Dafür habe ich vier Jahre gearbeitet und trainiert", meinte er. Auch Martina versprach: "Ich bin bereit."

Dreimal Gold für die USA

Der 27-jährige Merritt gewann die 110 m Hürden in der Jahresweltbestleistung von 12,92 Sekunden vor Landsmann und Weltmeister Jason Richardson (13,04) und dem Jamaikaner Hansle Parchment (13,12).

Titelverteidiger und Weltrekordhalter Dayron Robles aus Kuba gab nach der sechsten Hürde auf, der Chinese Liu Xiang war nach einem Sturz im Halbfinale mit Verdacht auf Achillessehnenriss ausgeschieden.

Veronica Campbell-Brown verpasste die Chance, als erste Athletin dreimal hintereinander Gold bei Sommerspielen zu gewinnen. Für sie gab es über 200 m nur Blech, während sich Felix in 21,88 Sekunden vor 100-m-Olympiasiegerin Shelly-Ann Fraser-Pryce (JAM/22,09) und Carmelita Jeter (USA/22,14) durchsetzte.

Felix endlich vergoldet

"Ich habe so lange auf diesen Moment gewartet, es ist überwältigend. Ich habe an die Enttäuschung von Peking gedacht. Es war ein langer Weg hierher", sagte Felix, die 2004 in Athen und 2008 in Peking jeweils Zweite war.

Im Weitsprung setzte die zweifache Weltmeisterin Reese aus den USA 7,12 m in den Sand und verwies damit die Russin Jelena Sokolowa (7,07) und Landsfrau Janay Deloach (6,89) auf die weiteren Plätze.

Gold für Russland gab es durch Antyukh, die sich über 400 m Hürden in persönlicher Bestzeit von 52,70 Sekunden gegenüber der heranstürmenden Lashinda Demus (USA) und Zuzana Hejnova (CZE) die Nase vorne hatte.

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