Traum währt nur ein Spiel

Aufmacherbild
 

Paszeks Traum währt nur ein Spiel

Aufmacherbild
 

Österreichs Tennis-Ass Tamira Paszek ist am Samstag unliebsam aus ihren Olympia-Träumen gerissen worden.

Die 21-Jährige unterlag in der ersten Runde des Londoner Wimbledon-Einzels der Französin Alize Cornet 6:7(4),4:6, ihr bleibt damit nur noch die Hoffnung auf eine Mixed-Wildcard zusammen mit Jürgen Melzer.

Nach 2:02 Stunden war die Partie mit dem vierten Matchball Cornets beendet. Noch vor einem Monat hatte Paszek dieses Duell in Wimbledon 6:2,6:1 gewonnen.

"Ich war zu defensiv"

Doch im Vergleich zu damals trat die als Weltranglisten-48. elf Plätze hinter der Vorarlbergerin liegende Cornet viel besser auf.

Von Anfang an agierte sie aggressiv. "Ich war zu defensiv, habe nicht gut begonnen", erklärte Paszek danach der APA - Austria Presse Agentur.

Dennoch ging Österreichs Nummer eins im ersten Satz mehrmals mit Break in Front, doch Cornet gelang stets der postwendende Ausgleich. Mit dem Aufschlag war Paszek diesmal nicht so stabil wie zuletzt gewohnt.

Von Verletzung gehandicapt

Beim Break zum 4:3 zog sich die Dornbirnerin eine Verletzung an der linken Achillessehne zu, und konnte nicht weiterspielen.

"Ich konnte den Knöchel kaum mehr bewegen", gab sie an. In einer zehnminütigen Pause wurde der Knöchel getapt, danach ging es für Paszek wieder.

Nach einem abermaligen Rebreak ging es ins Tiebreak. Das ÖTV-Ass machte da ein 2:4 wett, doch ein Rahmenball ins Out, ein schöner Volley Cornets und ein leichter Vorhandfehler Paszeks brachten ihr den Satzverlust.

Glück auf Seiten Cornets

Der Verlust ihres Services zum 0:1 in Satz zwei war die nächste Schlüsselszene. Diesem Break lief Paszek bis zum Schluss nach, nur zum 1:1 hatte sie eine Chance aufs Rebreak.

"Sie war immer vorne, es war nichts zu machen. Sie hat auch sehr gut serviert", sagte Paszek. Die ÖTV-Athletin wiederum konnte ihre Taktik, nah an die Linien zu spielen, wegen der aggressiveren Spielweise Cornets nicht umsetzen.

"Sie hatte auch so 15 Netzroller. Das Glück war nicht auf meiner Seite."

Feierlichkeiten am Vortag nicht schuld

Resümierend meinte Paszek, auf keinen Fall ihr bestes Tennis gespielt zu haben."Es hat mir einfach an Konstanz gefehlt und ich habe zu eintönig gespielt."

Ihr Mitgehen bei der Eröffnung der Spiele am Vorabend sei aber nicht daran schuld gewesen. "Ich bin auch wieder nach einer halben Stunde gegangen." Vielmehr habe sie die Feier noch angespornt.

"Das war wirklich ein tolles Erlebnis. Aber jetzt bin ich schon sehr, sehr enttäuscht. Ich muss das Ganze jetzt einmal erst sich setzen lassen."

Keine Suche nach Ausreden

Auch die Knöchelblessur wollte die Siegerin von drei WTA-Turnieren letztlich nicht als Ausrede geltenlassen.

"Ich hasse es, mich auf Verletzungen auszureden. Aber ja, es hat dann ein bisschen gestört. Mir hat es bei 3:3 bei einer langen Rallye plötzlich einen Stich gegeben, es war dann ein stechender Schmerz in der Achillessehne."

Sofort habe sie an das Eastbourne-Finale gedacht, wo sie an demselben Bein Probleme gehabt hatte. "Das Standbein war dann ein bisschen zu instabil."

Hoffnungen ruhen auf Mixed-Bewerb

Unter den Zuschauern waren Österreichs Bundeskanzler Werner Faymann und Sportminister Norbert Darabos. Mehr Druck oder Aufregung habe Paszek deswegen aber nicht gehabt.

"Klar bekommt man mit, wer da ist. Aber Druck haben wir das ganze Jahr", sagte sie.

Paszek hofft nun noch auf das Mixed. Der ÖTV hat um eine Wildcard angesucht, die Entscheidung fällt am Dienstag nach dem Nennschluss (12.00 Uhr MESZ).

Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen