Die "alte Braut" soll in Pension

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Schwaigers-Schwur: "Das passiert uns nicht mehr!"

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Doris Schwaiger wurde nach der unnötigen 1:2-Niederlage gegen die Tschechinnen Marketa Slukova und Kristyna Kolocova in den Katakomben des Center Courts bei Horse Guards Parade von ihren Gefühlen übermannt.

„So ein Scheiß“, machte die 27-Jährige ihrem Ärger Luft und verdrückte dabei ein, zwei Tränen.

Schwester Steffi nahm die Auftaktpleite gefasster auf. „Die Niederlage tut weh, aber noch mehr die Art und Weise.“

"Hoffentlich lernen wir daraus"

Hatte man den ersten Satz noch dominiert und überlegen mit 21:10 gewonnen, fanden die Tschechinnen danach ins Spiel, Schwächen bei den Österreicherinnen und drehten die Partie noch um.

„Ein dummer Ball, ein Ass und schon sind zwei Punkte weg. Dann haben wir vorsichtiger serviert, weniger riskiert und schlussendlich war es eine Nervensache“, betreibt Doris Schwaiger Ursachenforschung.

„Hoffentlich lernen wir daraus, damit uns das im nächsten Spiel nicht mehr passiert“, versucht die jüngere Stefanie neben der tollen Stimmung („Ein bisschen wie Klagenfurt!“) zumindest etwas Positives zu finden.

Erst spielen, dann rechnen

Auf jeden Fall positiv: Das Punkteverhältnis ist ausgeglichen, beide Teams kamen auf insgesamt 47 Zähler.

Mit Rechenspielen beschäftigen sich die Beach-Sisters derzeit aber nicht. „Jetzt geht es einmal darum, dass wir die richtige Taktik für das Match gegen Cook/Hinchley finden.“

"Zeit, dass Cook in Pension geht"

Auf die leichte Schulter nehmen die Schwaigers das Match gegen die „Urgesteine“ aus der Sandkiste – Cook ist 37 Jahre alt, Hinchley hält bei 32 Lenzen – nicht.

Aber Steffi schickt ein Versprechen in die Heimat: „Wir werden besser spielen!“

Und von Doris gibt’s eine Kampfansage an die Australierin Cook, die in London ihr letztes Turnier bestreitet: „Es wird Zeit, dass die alte Braut endlich in Pension geht!“

Frühaufsteherin muss schlafen

Der Sonntag steht ganz im Zeichen der Regeneration, oder anders gesagt des Nix-tuns.

„Beine hochlegen, den Kopf frei kriegen und dann auf Montag vorbereiten“, lautet der Plan.

Auf Frühaufsteherin Steffi Schwaiger kommen durch die späte Beginnzeit – los geht’s erst um 22 Uhr - „Extraschichten“ zu – in Schlafform.

„Normalerweise haben wir solche Night-Sessions nicht. Doris hat damit weniger ein Problem, aber für mich ist das eine Umstellung. Deshalb gehe ich am Nachmittag für ein paar Stunden schlafen.“

Damit die Schwaigers dann im Alles-oder-Nichts-Spiel ausgeruht sind.

 

Stephan Schwabl

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