Schwaigers von chinesischen Favoritinnen gestoppt

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Das Ziel von Doris und Stefanie Schwaiger war eine Medaille.

Letztlich landen die beiden Niederösterreicherinnen wie schon in Beijing 2008 auf Rang 5.

Und wie schon 2008 scheitern die Sisters im Viertelfinale an einem chinesischen Duo. Xue/Zhang Xi erweisen sich als zu hohe Hürde, die Niederlage fällt letztlich deutlich aus.

Klare Favoritenrolle

Doris und Stefanie Schwaiger gehen als Außenseiterinnen in dieses Viertelfinale.

Die Chinesinnen gewannen in dieser Saison bereits drei World-Tour-Turniere. Nach einem holprigen Start ins Olympia-Turnier - Auftakt-Niederlage gegen Russland - steigerten sich Xue/Zhang Xi von Spiel zu Spiel.

Auch das Head-to-Head spricht mit 2:4 für die Chinesinnen. Die beiden Schwaiger-Sieg datieren aus dem Jahr 2010.

"Ball auf der Hand gehabt"

In London können sie im ersten Satz zunächst mithalten. Im Finish geraten sie mit vier Punkten in Rückstand, kämpfen sich aber nochmals auf 18:19 heran.

Doris hat sogar die Chance auf den Ausgleich, der Shot landet aber um Zentimeter im Out. Den ersten Satzball setzt Stefanie ebenfalls ins Out.

Für Doris im Nachhinein der entscheidende Punkt: "Da hätten wir zuschlagen müssen. Wir hatten den Ball auf der Hand."

Klare Sache in Satz zwei

Die Chinesinnen wackeln in dieser Phase, mit dem Satzgewinn löst sich aber scheinbar die Anspannung.

Der zweite Satz ist eine klare Sache. Ein Service-Serie von Xue sorgt für die Entscheidung, die Chinesinnen ziehen von 10:7 auf 18:7 davon.

Der zweite Matchball besiegelt das Aus.

"Im zweiten Satz waren wir chancenlos"

"Im zweiten Satz waren sie um so viel besser. Sie haben so gut serviert, wir haben uns ganz schwer getan, die Bälle anzunehmen", zollt Doris den Gegnerinnen Respekt.

Schwester Stefanie trauert danach ebenfalls der verpassten Chance im ersten Satz nach: "Wir haben im ersten Satz eine Chance gehabt, waren weit hinten und haben aufgeholt. Wenn, dann war da eine Chance - im zweiten Satz waren wir chancenlos."

"Sie waren eindeutig besser"

Schon im Vorfeld war klar, dass es für eine Überraschung eine Sternstunde braucht.

"Wir haben gewusst, dass wir, wenn nicht alles aufgeht, verlieren", erklärte Doris Schwaiger. "Und das ist es leider nicht. Sie waren eindeutig besser."

"Damit kann man leben"

Trotz der verpassten Medaille reisen die Schwaigers zufrieden aus London ab. Der Formaufbau Richtung London stimmte, nach Beijing landen sie als Fünfte neuerlich in der Weltspitze.

"Zwei Mal Fünfte - ich denke, damit kann man leben", so Stefanie. "Wir haben ein gutes Turnier gespielt. Trotzdem ist es schade, dass es jetzt vorbei ist."


Statistik zum Spiel:

Stefanie Doris Xue Zhang Xi
13 17 Aufschläge 13 17
1 1 Service-Fehler 4 3
1 0 Asse 4 0
59 km/h 62 km/h Schnellster Aufschlag 59 km/h 54 km/h
12 7 Erfolgr. Anfgriffe 15 12
0 0 Blocks 2 0
5 6 Verteidigungen 4 8
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